Pannen am laufenden Band: Bei der Copa América läuft einiges falsch

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Chiles Nationalspieler singen mit Inbrunst ihre Nationalhymne – zu Pitbulls „Superstars“ (Foto: youtube)

Von Noelia Román

Orlando, 10. Juni 2016 – Die besten Fußball-Nationalmannschaften von Nord- und Südamerika treffen in den USA aufeinander – aber wie sieht Boliviens Flagge eigentlich aus? An solchen Fragen scheitern die Veranstalter bisweilen – und auch eine deutsche Firma setzt sich in die Nesseln.

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US-Amerikaner haben es nicht so mit dem Fußball und der Geografie: Eine Reihe peinlicher Fehler bei der Copa América scheint dieses Klischee zu bestätigen. Mehrere Entschuldigungen hat es schon in den ersten Tagen des einst als Südamerikameisterschaft bekannten Turniers gegeben, das zum 100. Jubiläum erstmals in den USA stattfindet. Allerdings sind es Südamerikaner und Deutsche, die sie aussprechen müssen. Eine Pannen-Auswahl:

FALSCHE URUGUAYISCHE HYMNE: Vor ihrem Spiel gegen Mexiko am Sonntag in Arizona stellt sich die uruguayische Mannschaft wie üblich in einer Reihe auf, um die Nationalhymne ihres Landes zu singen. Stattdessen ertönt aber die chilenische. Die Spieler blicken verdutzt drein. Die Veranstalter vom südamerikanischen Fußballverband Conmebol sprechen in einem Tweet von „menschlichem Versagen“ und versprechen, dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

CHILE SINGT ZU FALSCHEM LIED: Am nächsten Tag passiert es wieder – jedenfalls etwas Ähnliches. Zunächst ist im kalifornischen Santa Clara wieder die chilenische Hymne zu hören – was diesmal richtig ist, Chile spielt nämlich gegen Argentinien. Mittendrin wechselt der Stadion-DJ allerdings das Lied. Es läuft nun der offizielle Song der Copa América: „Superstars“ des Rappers Pitbull. Chilenische Spieler und Fans lassen sich nicht beirren, singen ihre Hymne einfach weiter.

BOLIVIEN UNTER FALSCHER FLAGGE: Beim Spiel Bolivien-Panama am Montag in Orlando erscheint die Flagge des Andenstaates auf dem Stadionbildschirm falsch herum. Statt eines roten Balkens oben und eines grünen unten sind Boliviens Farben auf den Kopf gestellt. So sieht die Flagge eher aus wie die Äthiopiens.

FALSCHER NAME FÜR KOLUMBIEN: In einer Werbekampagne für die kolumbianische Mannschaft buchstabiert ihr Sponsor, der deutsche Sportartikelhersteller Adidas, den Namen des Landes falsch: In der Amtssprache Spanisch heißt es Colombia, Adidas schreibt in großen Lettern Columbia. Die Aufregung in den sozialen Medien ist groß.

FALSCHE SPIELER: In der offiziellen Werbung für die Begegnung zwischen den USA und Costa Rica ist der Spieler Juan Cuadrado zu sehen. Der spielt jedoch für Kolumbien. Sein Mannschaftskollege und Real-Madrid-Star James Rodríguez schießt das Team am Dienstag gegen Paraguay zum Sieg. Laut offizieller Website des Turniers steht er aber gar nicht auf dem Platz. (dmz/dpa/hl)

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