Zwölf WM-Stadien: Luschniki als Turnier-Herz – Schildkröte in Samara

Zwölf WM-Stadien: Luschniki als Turnier-Herz – Schildkröte in Samara

 

Das Stadion in St. Petersburg (Foto: Fifa / ©LOC)

Moskau, 2. Dezember 2017  – Die 64 Spiele der Fußball-WM 2018 werden in zwölf Stadien stattfinden. In der russischen Hauptstadt Moskau finden Spiele im Luschnikistadion und der Spartak-Arena statt. Westlichster Spielort ist Kaliningrad an der Ostsee. Jekaterinburg ist am Ural das so genannte Tor zu Sibirien.

Die WM-Stadien im Überblick:

MOSKAU – Luschnikistadion*: Das Herz der WM. In der modernisierten Betonschüssel eröffnet die Sbornaja am 14. Juni das Turnier, am 15. Juli wird dort der neue Weltmeister gekürt. 80 000 Zuschauer** – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale, Finale

MOSKAU – Spartak-Stadion: Die Arena auf einem ehemaligen Flugfeld wurde schon für den Confed Cup neu gebaut. Moskaus populärster Club Spartak spielt hier seine Heimspiele. Am Eingang steht eine riesige Spartakus-Statue. 45 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale.

KASAN-ARENA: Die neue Multifunktionsarena wurde schon beim Confed Cup erfolgreich getestet. Deutschland spielte hier gegen Chile (1:1). 2015 fand dort die Schwimm-WM statt. Heimspiel-Ort von Rubin Kasan. 45 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Viertelfinale.

SOTSCHI-STADION: Das Olympiastadion wurde zu einer Fußball-Arena umgebaut. Mit Blick aufs Schwarze Meer war die Fisht-Arena mit dem Flügeldach Hauptspielort der DFB-Elf beim Confed Cup. 48 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Viertelfinale.

  1. PETERSBURG-STADION: Eine Skandal-Arena. Die Baukosten liegen angeblich bei fast einer Milliarde Euro. Ein Politiker wurde wegen Korruption verurteilt. Der Einsatz nordkoreanischer Arbeiter empörte. 67 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale, Spiel um Platz 3.

JEKATERINBURG-STADION: Rund um die neo-klassizistische Fassade der alten Arena wurde das neue Stadion gebaut. Markant sind die Hinter-Tor-Tribünen die aus dem Rund herausragen und nach der WM abgebaut werden. 35 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele.

KALININGRAD-STADION: Der Neubau auf der Oktjabrski Insel machte lange Probleme. Er ist auf Sand gebaut. Die Gegend um die Arena soll nach der WM mit Wohnkomplexen und Einkaufszentren urbanisiert werden. Einen Fußball-Topclub gibt es nicht. 35 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele.

NISCHNI NOWGOROD-STADION: Am Zusammenfluss von Wolga und Oka wurde der futuristische Neubau errichtet, der Wasser und Wind symbolisiert. Einen Topclub für die Nutzung nach der WM gibt es nicht. 45 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Viertelfinale.

ROSTOW AM DON-STADION: Direkt am Ufer des Don liegt die neue Arena. Das Dach des Neubaus soll den Flusslauf symbolisieren. Nach der WM spielt hier FK Rostow, der in der Champions League schon die Bayern schlagen konnte. 45 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale.

SAMARA-STADION: Das ehrgeizige Bauprojekt im Wald vor den Toren der Stadt hinkt hinter dem Zeitplan hinterher. Die künftige Heimstätte des Zweitligisten Kirelia Sowetow sieht aus wie eine Schildkröte. 45 000 Zuschauer. 4 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale, 1 Viertelfinale.

SARANSK-STADION: Am Stadtrand wurde der Neubau 2010 gestartet, zum 1000-jährigen Jubiläum der Vereinigung von mordwinischer und russischer Bevölkerung. Nach der WM gibt es einen Rückbau für Tennis und Volleyballfelder. 44 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele.

WOLGOGRAD-STADION: Ein emotionaler WM-Spielort. Am Ufer der Wolga entstand die neue Arena vor der Kulisse des Kriegsmahnmals “Mutter Heimat ruft”Beim Bau wurden Gebeine von Soldaten der Schlacht im 2. Weltkrieg gefunden. 45 000 Zuschauer – 4 Gruppenspiele.

* Die Stadionnamen sind die offiziellen FIFA-Bezeichnungen für die WM.

** Die Zuschauerzahlen sind offizielle FIFA-Angaben. Bei der WM können die Stadionkapazitäten davon abweichen.

(dpa/dmz/hl)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*