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Kolumbien setzt nach Anschlag Friedensgespräche mit ELN-Rebellen aus

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Twitter / Juan Manuel Santos)

La Palma, 29. Januar 2018 – Nach einem Bombenanschlag der Guerillaorganisation ELN auf eine Polizeiwache hat die kolumbianische Regierung die Friedensgespräche mit den linken Rebellen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

„Ich habe die Entscheidung getroffen, die fünfte Verhandlungsrunde auszusetzen, bis die Taten der ELN auch ihren Worten entsprechen“, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Montag nach Beratungen mit dem Chefunterhändler der Regierung, Gustavo Bell.

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Kolumbiens ELN-Rebellen bekennen sich zu Anschlag auf Polizeiwache

Ehrenwache bei der Beerdigung der getöteten Polizisten in Barranquilla (Foto: Twitter / Polizei Barranquilla)

Barranquilla, 29. Januar 2018 – Die kolumbianische Guerillaorganisation ELN hat den tödlichen Bombenanschlag auf eine Polizeiwache in der Hafenstadt Barranquilla für sich reklamiert. In der Nacht auf Montag veröffentlichte die linke Rebellengruppe ein Bekennerschreiben.

Die Behörden prüften die Authentizität des Schreibens, sagte Präsident Juan Manuel Santos.

 

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Fragiler Friede: Kolumbien ein Jahr nach der „Stunde null“

Viele Regionen sind durch die Topographie weitgehend isoliert (Foto: amnesty international)

Von Georg Ismar und Denis Düttmann

Bogotá, 29. November 2017 – Drogenkartelle agieren im früheren Guerillagebiet, die Eingliederung der Ex-Kämpfer kommt nur schleppend voran. Ein Jahr nach Verabschiedung des Friedensabkommens zeigt sich in Kolumbien: Mit der Abgabe der Waffen ist es nicht getan.

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Regierung und Rebellen begrüßen Papst in Kolumbien mit Waffenruhe

Papst Franziskus in seiner Videobotschaft am Dienstag an die Kolumbianer (Foto: Twitter)

Bogotá, 5. September 2017 Papst Franziskus will den historischen Friedensprozess in dem südamerikanischen Land unterstützen. Nach Jahrzehnten des blutigen Konflikts haben die Farc-Rebellen ihre Waffen niederlegt. Jetzt will auch die kleinere ELN-Guerilla auf Gewalt verzichten.

Kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus in Kolumbien haben sich die Regierung und die linke Guerillaorganisation ELN auf einen vorübergehenden Waffenstillstand geeinigt.

31 03 ELN VH Kommission kl
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Kolumbiens Regierung beginnt Friedensverhandlungen mit ELN-Rebellen

 

Der Chef der ELN-Verhandlungsdelegation  Antonio García bei der Ankündigung der Friedensverhandlungen vor der Presse (Foto: Screenshot)

Caracas, 31. März 2016 – Nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg in dem südamerikanischen Land könnte endlich der Frieden kommen. Ein Abkommen mit der Guerillaorganisation Farc ist fast unterschriftsreif, jetzt soll auch die kleinere Rebellengruppe ELN die Waffen niederlegen.

 

24 03 Guerillas Kolumbien
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Berlin sieht Friedensvertrag in Kolumbien in greifbarer Nähe

 

Die seit 1964 operierende Farc ist gegenwärtig noch die größte und aktivste Guerillaorganisation Lateinamerikas. (Foto: prensacristiana.org )

Berlin / Bogotá, 24. März 2016 – Trotz der Verzögerung im kolumbianischen Friedensprozess glaubt die deutsche Bundesregierung an eine baldige Vertragsunterzeichnung mit der linken Guerillaorganisation Farc. Auch Friedensverhandlungen mit der kleineren ELN-Guerilla scheinen in Gang zu kommen.