Hoffnung auf Annäherung

Caracas, 8. April 2014 – Nach der überraschenden Ankündigung eines Treffens zwischen der venezolanischen Regierung und Vertretern der Opposition sind die Hoffnungen auf eine friedliche Beilegung des Konflikts gestiegen. Am Dienstag wollte Präsident Nicolás Maduro Gespräche mit Regierungsgegnern führen.

 

Die gemäßigte Oppositionsbewegung MUD stellte allerdings eine Reihe von Bedingungen für Verhandlungen mit der Regierung. Sie forderte die Freilassung festgenommener Demonstranten, die Entwaffnung der regierungsnahen Milizen und die Benennung eines unabhängigen Vermittlers. Ob sich Maduro darauf einlässt, war zunächst unklar.

Am Montag hatte eine Delegation des südamerikanischen Staatenbündnisses Unasur einen zweiten Vermittlungsversuch zwischen den verfeindeten Lagern gestartet. Die Außenminister von Brasilien, Kolumbien, Ecuador und Surinam wollen sich um eine Beilegung des seit fast zwei Monaten andauernden Konflikts zwischen der linksgerichteten Regierung und der Opposition bemühen.

Kurz davor haben sich Regierungsgegner und Sicherheitskräfte erneut schwere Auseinandersetzungen geliefert. Die Demonstranten schleuderten am Sonntag in Baruta im Bundesstaat Miranda Flaschen auf die Beamten und feuerten selbst gebaute Raketen ab, wie die Zeitung „El Universal“ unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete. Die Polizei schoss demnach mit Tränengas und Schrotmunition in die Menge. Rund 20 Menschen seien festgenommen worden.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungsanhängern, Oppositionellen und Sicherheitskräften kamen seit Mitte Februar rund 40 Menschen ums Leben, über 600 weitere wurden verletzt. (dpa/dmz/hl)

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