Menschenrechtskommission warnt

Nationale Menschenrechtskommission stellt Untersuchungsbericht vot – Regierung von Guerrero weist Vorwürfe zurück die Kontrolle verloren zu haben

 

Mexiko-Stadt, 19. Dezember – Gebeutelt von der Gewaltherrschaft der organisierten Kriminalität, gewinnen im Bundesstaat Guerrero zunehmend sogenannte Selbstverteidigungsgruppen die Oberhand. Die bewaffneten Gruppierungen herrschen in 46 der 81 Gemeinden und insgesamt über 66 Prozent des Staates; sie existieren in allen sieben Regionen Guerreros. Betroffen sind mehr als 2,3Millionen Einwohner. Das geht aus einer jetzt in Mexiko-Stadt veröffentlichten Untersuchung der Nationalen Menschenrechtskommission (Comisión Nacional de Derechos Humanos, CNDH) hervor.

Die Bildung solcher bewaffneter Gruppierungen hat demnach seit Ende 2012 extrem zugenommen. Die CNDH hat drei unterschiedliche Gruppen identifizieren können: die Coordinadora Regional de Autoridades Comunitarias (CRAC, Regionale Koordinierung der Kommunalen Behörden), Unión de Pueblos del Estado de Guerrero (UPOEG, Vereinigung der Völker des Staates Guerrero) und die Unión de Pueblos de la Costa Grande (UPCG, Vereinigung der Völker der Costa Grande). Rund 2.000 Bewohner seien wegen der radikalen Selbstverteidiger gezwungen gewesen, aus ihren Heimatdörfern fortzugehen.

Insgesamt haben sich mehr als 7.000 Personen den sechs bisher bekannten Gruppen angeschlossen heisst es in dem Bericht der CNDH. Die Bevölkerung fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen und glaubt nicht daran, dass sie ihnen in Zukunft ein sichereres Leben verschaffen kann oder wird, erklärt der Ombudsmann der CNDH, Raúl Plascencia. Entführungen und Morde der Drogenhändler versetzen die Bewohner Guerreros in Schrecken; für einige ist der Griff zur Waffe die einzige Lösung.

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Kritik, dass die Regierung in Guerrero die Situation nicht unter Kontrolle habe, weist der Gouverneur Ángel Aguirre Rivero zurück. Es wird auch vermutet, dass die Regierung die Selbstverteidigungsgruppen nicht nur toleriert, teilweise sogar legalisiert und finanziell unterstützt.

Bewaffnete Truppen für die Selbstverteidigung bestehen nicht nur in Guerrero. Solche Gruppen wurden in insgesamt zehn mexikanischen Staaten registriert, beklagt Plascencia. Das Problem sei also nicht auf Guerrero begrenzt. Auch in Michoacán, Tabasco, Tlaxcala, Veracruz, Puebla, Oaxaca, Morelos, Hidalgo, Estado de México und Chiapas haben Teile der Bevölkerung selbstständig zu den Waffen gegriffen. Erst Mitte Dezember haben in Guerrero selbsternannte Revolutionäre Streitkräfte für die Befreiung des Volkes (Fuerzas Armanas Revolucionarias de Liberación del Pueblo, FAR-LP) zum Kampf gegen die Regierung aufgerufen (die DMZ berichtete). (dmz/isb/hl)

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Nationale Menschenrechtskommission stellt Untersuchungsbericht vot – Regierung von Guerrero weist Vorwürfe zurück die Kontrolle verloren zu haben

 

Mexiko-Stadt, 19. Dezember – Gebeutelt von der Gewaltherrschaft der organisierten Kriminalität, gewinnen im Bundesstaat Guerrero zunehmend sogenannte Selbstverteidigungsgruppen die Oberhand. Die bewaffneten Gruppierungen herrschen in 46 der 81 Gemeinden und insgesamt über 66 Prozent des Staates; sie existieren in allen sieben Regionen Guerreros. Betroffen sind mehr als 2,3Millionen Einwohner. Das geht aus einer jetzt in Mexiko-Stadt veröffentlichten Untersuchung der Nationalen Menschenrechtskommission (Comisión Nacional de Derechos Humanos, CNDH) hervor.

Die Bildung solcher bewaffneter Gruppierungen hat demnach seit Ende 2012 extrem zugenommen. Die CNDH hat drei unterschiedliche Gruppen identifizieren können: die Coordinadora Regional de Autoridades Comunitarias (CRAC, Regionale Koordinierung der Kommunalen Behörden), Unión de Pueblos del Estado de Guerrero (UPOEG, Vereinigung der Völker des Staates Guerrero) und die Unión de Pueblos de la Costa Grande (UPCG, Vereinigung der Völker der Costa Grande). Rund 2.000 Bewohner seien wegen der radikalen Selbstverteidiger gezwungen gewesen, aus ihren Heimatdörfern fortzugehen.

Insgesamt haben sich mehr als 7.000 Personen den sechs bisher bekannten Gruppen angeschlossen heisst es in dem Bericht der CNDH. Die Bevölkerung fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen und glaubt nicht daran, dass sie ihnen in Zukunft ein sichereres Leben verschaffen kann oder wird, erklärt der Ombudsmann der CNDH, Raúl Plascencia. Entführungen und Morde der Drogenhändler versetzen die Bewohner Guerreros in Schrecken; für einige ist der Griff zur Waffe die einzige Lösung.

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Kritik, dass die Regierung in Guerrero die Situation nicht unter Kontrolle habe, weist der Gouverneur Ángel Aguirre Rivero zurück. Es wird auch vermutet, dass die Regierung die Selbstverteidigungsgruppen nicht nur toleriert, teilweise sogar legalisiert und finanziell unterstützt.

Bewaffnete Truppen für die Selbstverteidigung bestehen nicht nur in Guerrero. Solche Gruppen wurden in insgesamt zehn mexikanischen Staaten registriert, beklagt Plascencia. Das Problem sei also nicht auf Guerrero begrenzt. Auch in Michoacán, Tabasco, Tlaxcala, Veracruz, Puebla, Oaxaca, Morelos, Hidalgo, Estado de México und Chiapas haben Teile der Bevölkerung selbstständig zu den Waffen gegriffen. Erst Mitte Dezember haben in Guerrero selbsternannte Revolutionäre Streitkräfte für die Befreiung des Volkes (Fuerzas Armanas Revolucionarias de Liberación del Pueblo, FAR-LP) zum Kampf gegen die Regierung aufgerufen (die DMZ berichtete). (dmz/isb/hl)

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