Internationale Großstädte wollen nur noch CO2-freie Busse – auch Mexiko-Stadt

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Blick auf den modernen Stadtteil Santa Fe im Westen von Mexiko-Stadt: Hier sieht man, dass dem Auto immer noch der Vorzug gegeben wird (Foto: youtube)

 

Paris, 23. Oktober 2017 – Paris, London, Los Angeles und neun weitere Großstädte wollen zum Klimaschutz ab dem Jahr 2025 nur noch Busse ohne CO2-Ausstoß kaufen. Dazu gehört auch Mexiko-Stadt.

In einer am Montag in der französischen Hauptstadt unterzeichneten Erklärung verpflichten sich die Bürgermeister der in der Gruppe C40 organisierten Städte zudem, sicherzustellen, dass „ein wichtiger Teil unserer Stadt bis 2030 abgasfrei ist“. Das soll auch helfen, Luftverschmutzung zu verringern.

Dazu wollen die Städte unter anderem dafür sorgen, dass mehr Menschen sich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. Außerdem sprechen sie sich für die Abkehr von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren aus. Auch Kopenhagen, Barcelona und Mailand sind bei der Initiative dabei.

Mexiko-Stadt bemüht sich seit mehreren Jahren um umweltfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehr, bisher allerdings mit mäßigem Erfolg. Erneuert wurden die Elektrobusse, die allerdings auf nur einer Route von Süden nach Norden fahren. Andere Busse und Kleinbusse fahren noch überwiegend mit Diesel, die älteren häufig schrottreifen und unsicheren Mikrobusse zum Teil mit Gas. Die Zahl der Elektro-Taxis ist verschwindend gering.

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Ein Erfolg dagegen sind die von der Stadt eingeführten Fahrräder, die Ecobicis. Auch sind in mehreren Stadtteilen und im Zentrum Radwege gebaut worden. Programme wie die sonntäglichen autofreien Routen in bestimmten Stadtteilen und nächtliche Radrouten einmal im Monat erfreuen sich bei den Städtern zunehmender Beliebtheit.

Paris hatte im Kampf gegen Luftverschmutzung erst kürzlich das Ende von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in der Stadt als Ziel für 2030 angekündigt. Ein Verbot sei aber nicht geplant, hieß es damals.

In der 2005 gegründeten Cities Climate Leadership Group (C40) haben sich 90 der weltgrößten Städte organisiert mit dem Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen und Maßnahmen für eine Reduzierung der CO2-Emissionen zu ergreifen. Zu den Städten gehören neben den zwölf genannten Städten Metropolen wie Johannesburg, Nairobi, Kairo, Lagos, Beijing, Hongkong, Tokio, Seoul, Berlin, Amsterdam, Oslo, Warschau, Moskau, Madrid, Barcelona, Basel und Istanbul. Den Vorsitz führt derzeit die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo. Im Dezember 2016 war Mexiko-Stadt Gastgeber des c40-Gipfels mit 1400 Teilnehmern aus mehr als 90 Städten. (dmz/hl/mit Material von dpa)

 

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