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Frauenhandel: viele Opfer in Mexico D.F.

Mexiko-Stadt, 5. Dezember- Die mexikanische Hauptstadt gehört zu den Orten in Mexiko, wo besonders viele junge Mädchen und Frauen in die Hände von Menschenhändlern gelangen und zur Prostitution gezwungen werden. Die meisten Opfer gibt es nach Polizeiangaben

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Merkblatt soll potenzielle Opfer aufklären und der erzwungenen Prostitution vorbeugen

Mexiko-Stadt, 5. Dezember- Die mexikanische Hauptstadt gehört zu den Orten in Mexiko, wo besonders viele junge Mädchen und Frauen in die Hände von Menschenhändlern gelangen und zur Prostitution gezwungen werden. Die meisten Opfer gibt es nach Polizeiangaben in den Delegationen Iztapalapa und ālvaro Obregijn, gefolgt von Benito JuÄ¡rez und Gustavo A. Madero. 2012 wurden in Mexiko-Stadt 207 Fälle registriert, in denen Frauen aus den Händen von Menschenhändlern befreit wurden. In diesem Jahr sind es bis zum heutigen Datum 70 Fälle.

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Unter dem Titel „QuÄ© es el amor?“ (Was ist Liebe?) hat die Organisation Defensoras Populares (Volksverteidigerinnen) ein Merkblatt herausgegeben, das sich an junge Mädchen und Frauen als potenzielle Opfer von Frauenhändlern wendet. Sie sollen damit darüber aufgeklärt werden, wo die Grenzen der Liebe liegen. Gerade in Mexiko-Stadt verschwänden jährlich zahlreiche junge Mädchen und Frauen, weil sie den falschen Männern vertrauen, begründet die Organisation ihre Aktion.

Die Opfer von Frauenhändlern seien zwischen zwölf und 18 Jahre alt, erklärte Teresa Ulloa, Sprecherin der Regionalen Koalition gegen Frauen- und Mädchenhandel in Lateinamerika und der Karibik, vor Journalisten in Mexiko-Stadt. In diesem Alter seien die Mädchen leicht  zu beeinflussen und abhängig zu machen. Dadurch gerieten die jungen Opfer schnell in die Netzwerke von Menschenhandel und Prostitution.

„Immer wieder, wenn ich mich nach ihrer Befreiung mit den Mädchen unterhalte, wiederholen sie: ‚Aber ich liebe ihn! ‘. Das hat zum einem mit dem Stockholm-Syndrom zu tun, aber auch damit, dass ihre Familien sie nicht genug um sie kümmern und ihnen nicht erklärt worden ist, was Liebe ist“, erklärte Teresa Ulloa. Mit dem Merkblatt wolle man nun auf die Frauen zugehen und sie darüber aufklären. Sie sollen in verschiedenen öffentlichen Institutionen ausgelegt werden. Unterstützt wird das Projekt von Abteilung für Gleichheit und Soziale Vielfalt der Regierung des Bundesdistrikts.

Weitere Bundesstaaten, in denen häufiger junge Mädchen und Frauen entführt werden, sind Chihuahua, MichoacÄ¡n, Nuevo Leijn, Oaxaca, Chiapas, Veracruz, Tamaulipas und Guerrero. Oft treten sie in Verbindung mit Drogen-Kartellen auf, erklärte Ulloa weiter. (dmz/isb/hl)

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