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Schäden im Norden Mexikos nach Hurrikan Odile

Mexiko-Stadt, 21. September 2014 – Hurrikan „Odile“ hat schwere Schäden in der Infrastruktur im Norden Mexikos verursacht. Der Wirbelsturm, der vor einer Woche im Bundesstaat Baja California Sur wütete, brachte 95 Prozent des Stromnetzes zum Erliegen, wie die zuständige

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Mexiko-Stadt, 21. September 2014 – Hurrikan „Odile“ hat schwere Schäden in der Infrastruktur im Norden Mexikos verursacht. Der Wirbelsturm, der vor einer Woche im Bundesstaat Baja California Sur wütete, brachte 95 Prozent des Stromnetzes zum Erliegen, wie die zuständige Behörde am Sonntag mitteilte. Auch sei die Bevölkerung zeitweise komplett von der Wasserversorgung abgeschnitten. Besonders betroffen war der mexikanische Urlaubsort Los Cabos an der Südspitze der Halbinsel. Der Leiter der mexikanischen Stromgesellschaft CFE Enrique Ochoa, sprach von den „schlimmsten“ Infrastrukturschäden in der Geschichte des Landes.

Unterdessen hat die Polizei mehrere Plünderer gefasst. In Los Cabos und der Stadt La Paz seien 19 Menschen festgenommen worden, die nach Angaben von Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong Waren in Geschäften gestohlen haben. Eine Sondereinheit der Polizei und die Streitkräfte sollten nun für Sicherheit in der Region sorgen.

Vermummte waren nach dem Durchzug von „Odile“ durch die Straßen gezogen und hatten Einkaufszentren und Privathäuser überfallen, wie der Anwalt Rodrigo Sánchez Villa dem Radiosender Fórmula sagte. „Wir wissen, dass diese Banden versuchen, in die Hotels einzudringen“, sagte der Jurist, der eine der großen Tourismusketten in dem Gebiet vertritt. In den Hotels warteten noch immer zahlreiche Touristen auf ihre Abreise.

In einigen Geschäften kam es zu Zusammenstößen zwischen Plünderern und privaten Sicherheitsleuten. In Los Cabos errichteten Anwohner Barrikaden und entzündeten Lagerfeuer, um ihre Straßen vor den Banden zu schützen. „In allen Einkaufszentren kommt es zu Plünderungen, selbst die Polizisten nehmen Sachen mit“, sagte Luis Enrique Escobar Ramírez der Zeitung „La Jornada“.

Die mexikanische Marine bringt Lebensmittel und Trinkwasser nach Baja California Sur. Das Militärschiff „Zapoteco“ legte am Donnerstag in Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa mit 500 Tonnen Hilfsgütern nach La Paz ab, wie die Marine mitteilte. Der staatliche Energiekonzern Pemex stellte 2,5 Millionen Liter Treibstoff zur Verfügung.

Präsident Enrique Peña Nieto reiste am Donnerstag erneut in die Region. Er kündigte ein Beschäftigungsprogramm an, in dem die Bevölkerung für ihre Hilfe bei den Aufräumarbeiten bezahlt wird. Den Hotelbetrieben versprach er steuerliche Erleichterungen.

Rettungskräfte bargen in der Ortschaft Santa Rosalía die Leiche eines 62-jährigen Koreaners. Der Manager eines Bergbauunternehmens war ums Leben gekommen, als er versucht hatte, in seinem Auto eine überschwemmte Straße zu überqueren, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Im Hafen von La Paz entdeckten die Hilfskräfte einen toten Deutschen an Bord seines Boots. Er hatte einen Herzinfarkt erlitten. Nach drei Vermissten wurde noch immer gesucht.

Unterdessen flogen die Streitkräfte und Maschinen privater Fluggesellschaften über eine Luftbrücke immer mehr Touristen aus der Urlaubsregion am Pazifik aus. Nachdem „Odile“ am Montag mit über 200 Kilometern pro Stunde in Los Cabos auf Land getroffen war, saßen fast 30 000 Urlauber in der Region fest, mehr als die Hälfte wurde nach Angaben des Tourismusministeriums inzwischen ausgeflogen..

Weiter südlich bildete sich am Donnerstag bereits der nächste Sturm im Pazifik. „Polo“ sorgte in den Bundesstaaten Nayarit, Jalisco, Colima und Michoacán für heftigen Regen. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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