1000 Tage in ecuadorianischer Botschaft: Mahnwache für Assange

 

Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London (Foto: Flickr.com)

London/Quito, 16. März 2015 – Unterstützer des WikiLeaks-Gründers Julian Assange haben mit einer Mahnwache in London gefordert, den Haftbefehl gegen ihn fallen zu lassen. Rund 30 Demonstranten versammelten sich am Montag vor der ecuadorianischen Botschaft in London. Dort harrt der 43-Jährige seit 1000 Tagen aus.

„Befreit Assange“ und „1000 Tage keine Anklage“ stand auf Plakaten und Bannern. „Es sind schwierige 1000 Tage gewesen, nicht so sehr für mich, wie für meine Familie“, sagte Assange in einem Gespräch mit dem venezolanischen Fernsehsender Telesur.

In Schweden liegt gegen den Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks ein Haftbefehl wegen Missbrauchsvorwürfen vor. Assange bestreitet die Taten, befürchtet aber nach eigenen Angaben, an die USA ausgeliefert zu werden. Dort soll er unter anderem wegen der Veröffentlichung von US-Militärdokumenten zum Irak-Krieg vor Gericht gestellt werden.

Vergangene Woche hatte die schwedische Staatsanwaltschaft sich erstmals bereiterklärt, Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu befragen. Ecuadors Staatschef Rafael Correa erklärte am Wochenende, seine Regierung werde «jede erforderliche Unterstützung» für eine Vernehmung in der Botschaft bieten. (dpa/dmz/hl)