29. Buchmesse in Guadalajara endet mit Besucherrekord – 2016 Lateinamerika-Schwerpunkt

 

80 Prozent der Besucher der FIL in Guadalajara waren Kinder und junge Leute (Foto: almomento.mx)

Guadalajara, 6. Dezember 2015 – Mit fast 800.000 Besuchern ist am Sonntag in Guadalajara die größte Buchmesse der spanischsprachigen Welt zu Ende gegangen. Zu den Höhepunkten der einwöchigen FIL gehörten die britischen Autoren Salman Rushdie und Irvine Welsh, der Spanier Enrique Vila-Matas, der US-Schriftsteller Jonathan Franzen und die mexikanische Cervantes-Preisträgerin Elena Poniatowska.

1983 Verlage aus 44 und 650 Schriftsteller aus 30 Ländern präsentierten sich auf der Buchmesse, die in ihrer 29. Ausgabe mehrheitlich Kinder und junge Leute anlockte. Gastland war in diesem Jahr Großbritannien. Begleitet wurde die Messe von einem breiten Unterhaltungsangebot mit 124 künstlerischen und musikalischen Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr kamen rund 766.000 Besucher zur FIL.

Mit dem Buchverkauf wurden in Guadalajara 42 Millionen US-Dollar umgesetzt. Zu den meistverkauften Autoren gehörten Salman Rushdie – der bereits zum zweiten Mal Gast der FIL war und dessen Titel ausverkauft wurden – und Irvine Welsh, erklärte FIL-Direktorin Marisol Schulz auf der Abschluss-Pressekonferenz. Die bestverkauften mexikanischen Autoren waren Fernando del Paso und Elena Poniatowska.

Bei der 30. Ausgabe der „Feria Internacional del Libro“ in Guadalajara im nächsten Jahr „wird ganz Lateinamerika zu Gast sein“, sagte der Rektor der Universität von Guadalajara und Organisator der Buchmesse, Itzcóatl Bravo.

FIL- Präsident Raúl Padilla López kündigte Großes an: „Der 30. Geburtstag der FIL verdient ein großartiges Fest“. Es werden alle lateinamerikanischen Länder eingeladen, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, zur FIL zu kommen. Auch das kulturelle und künstlerische Begleitprogramm soll besonders vielseitig werden, sagte Padilla ohne weitere Details zu nennen. Veranstaltungen der Buchmesse würden nächstes Jahr auch nicht nur auf dem Gelände der Expo Guadalajara, sondern auch in anderen Foren der Stadt über die Bühne gehen.

Anlass zu Kritik gaben die unzulänglichen Zufahrtswege zur Expo Guadalajara, räumte Padilla ein. Es gebe nich genügend Parkplätze, und auch die Standverteilung sei nicht optimal gewesen. Für 2016 versprach Padilla. Besserung. Weitere Kritikpunkte der Besucher seien fehlende Ruhemöglichkeiten sowie ein unzureichendes Gastronomieangebot, das aber „nicht in unsere Verantwortung gehört. Aber wir haben das Problem angesprochen und Besserungen gefordert“, schloss Padilla ab. (dmz/hl)