„A Perfect Day“: Benicio del Toro fühlt sich wohl als guter Mensch

 

Benicio del Toro bei der Präsentation des Films „El Día Perfecto“ (A Perfect Day) im August in Madrid (Foto: waahtv.com)

Von Sabine Glaubitz, dpa

Paris, 16. Oktober 2015 – Oscardarsteller Benicio del Toro ist als Gangster und brutaler Drogenfahnder bekanntgeworden. In „A Perfect Day“ (El Día Perfecto) wechselt er auf die Seite der Humanitären. Was ihm das gebracht hat, erzählt er in einem Interview. Mal einen guten Typen zu spielen, habe ganz gut getan, gestand der puerto-ricanische Oscar-Preisträger

Weder Krimineller, noch sadistischer Handlager: In a „A Perfect Day“ des Spaniers Fernando León de Aranoa ist Benicio del Toro (48) in die Haut eines Mitarbeiters einer humanitären Organisation geschlüpft. Mal einen guten Typen zu spielen, habe ganz gut getan, gestand der puerto-ricanische Oscar-Preisträger („Traffic – Macht des Kartells“) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa und anderen internationalen Medienvertretern. Der Film sei für ihn eine besondere Herausforderung gewesen.

Frage: Ihre größten Erfolge haben Sie als Bösewicht gefeiert. Wie war es für Sie, diesmal nicht wild um sich zu schießen?

Antwort: Mal nicht den „Bad Gay“ zu spielen, hat ganz gut getan. Ich habe viel über Hilfsorganisationen und ihre Mitarbeiter gelernt. Sie bringen Licht in die Welt.

Frage: War das einer der Gründe, warum Sie sich für diesen Film entschieden haben?

Antwort: Nein. Ich wollte Fernando mit meinem Namen unterstützen, denn unabhängige Arthouse-Filme haben es auf dem Markt schwer. Zudem hat mir das Drehbuch gefallen. Die Rolle war eine Herausforderung für mich.

Frage: In welchem Sinne?

Antwort: Ich war noch nie in Krisengebieten. Ich musste mich intensiv vorbereiten. Ich habe viel über die Balkankriege gelesen. Ich habe mit Mitarbeitern von Hilfsorganisationen geredet. Ich habe viel Respekt vor ihrer Arbeit.

ZUR PERSON: Benicio del Toro (48) hat zunächst Wirtschaftswissenschaften studiert, bevor er die Schauspielerei entdeckte. Für seine Rolle als zynischer Drogenfahnder in Mexiko in „Traffic – Macht des Kartells“ von Steven Soderbergh erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller. Mit dem amerikanischen Filmemacher drehte er auch die zweiteilige Filmbiografie über den lateinamerikanischen Revolutionär Che. (dmz/dpa/hl)