Alexander Au ist neuer DAAD-Außenstellenleiter

 

Mexiko-Stadt, 2. April – Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe schwebe ihm vor, betonte der neue Außenstellenleiter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für Mexiko und Zentralamerika, Alexander Au, am Dienstagabend bei seiner offiziellen Amtseinführung. Die Nachfolge von Hanns Sylvester hat der promovierte Germanist Au bereits im  März angetreten, offiziell ins Amt eingeführt wurde er jetzt von der DAAD-Präsidentin, Prof. Margret Wintermantel, die für einen dreitägigen Arbeitsbesuch in die mexikanische Hauptstadt gekommen war. 50 ehemalige DAAD-Stipendiaten  aus ganz Mexiko sowie Vertreter von deutschen und mexikanischen Bildungsinstituttionen nahmen an dem Emfpang teil, zu dem der DAAD in die Residenz des deutschen Botschafters Dr. Edmund Duckwitz geladen hatte.

Der DAAD unterhält seit 2001 eine Außenstelle in Mexiko-Stadt, doch die akademischen Austauschverbindungen zwischen Mexiko und Deutschland bestehen seit über einem halben Jahrhundert. Rund 1057Mexikaner waren in den vergangenen fünf Jahrzehnten mit einem Stipendium des DAADs in Deutschland.

Das Interesse an Deutschland ist ungebrochen. Mexiko stellt nach Brasilien die größte Gruppe Studierender aus Lateinamerika in Deutschland. Laut dem Hochschulkompass der Hochschuldirektorenkonferenz gibt es zurzeit 259 Kooperationen zwischen mexikanischen und deutschen Universitäten. Auch hat die Anzahl der kofinanzierten Programme in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Auf den neuen DAAD-Außenstellenleiter warten verantwortungsvolle Aufgaben. Mexiko ist dennoch kein Neuland für Alexander Au. Von 2001 bis 2004 arbeitete er als DAAD-Lektor an der Universität Guadalajara. „Seitdem trage ich Mexiko im Herzen“, bekannte er in seinen Begrüßungsworten. Auch in den letzten vier Jahren in der Bonner Zentrale als Regionalleiter für Zentralamerika und der Karibik blieb Lateinamerika im Focus seiner Arbeit.

Für seine neue Aufgabe sieht er drei Schwerpunkte: den Ausbau des dualen Studiums in Mexiko, der Austausch mit den mexikanischen Partnern sowie die Betreuung der DAAD-Alumnis.

Das Prinzip des dualen Studiums sei in Mexiko noch nicht verinnerlicht, so Au. Mexikanische Polytechnische Universitäten könnten hier von den Erfahrungen deutscher Fachhochschulen profitieren.

Er betonte aber, dass „mexikanischen Universitäten nicht einfach von außen ein Konzept übergestülpt werden soll“. Wichtig sei hier der Dialog. Ein besonders wichtiger Partner werde -wie in der Vergangenheit auch- der mexikanische Wissenschafts- und Technologierat CONACyT sein. Der DAAD möchte die Kooperationen ausbauen. So soll die Arbeit an 20 verschiedenen Forschungszentren in Mexiko mit deutschen Hochschulen institutionell verbunden werden.

Auch auf die Betreuung ehemaliger Stipendiaten legt Au Wert: „Es war noch nie das Anliegen des DAADs, seine Studierenden nach ihrem Aufenthalt in Deutschland in Stich zu lassen.“ Deswegen steht der intensive Kontakt und Austausch mit den DAAD-Alumnis ganz oben auf seiner Agenda.

DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel hob in ihrer Ansprache den Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung durch ein Stipendium in Deutschland hervor. Dem stimmten die anwesenden DAAD-Alumni zu. Einer von ihnen war Dr. Max Greig, der von 1997 bis 1998 an der Universität Münster Medizin studiert hat. Der Orthopäde aus Puerto Vallarta nannte aber noch einen weiteren Aspekt: „Mein Studium in Deutschland hat mir auch fachlich die Augen geöffnet.“

Botschafter Dr. Edmund Duckwitz lobte in seiner Ansprache die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem DAAD und der Botschaft. Er gehe davon aus, dass diese auch zukünftig intensiv fortgeführt wird. Bedauerlich fand der Diplomat hingegen, dass den 1057 mexikanischen Stipendiaten lediglich 473 deutsche Alumis mit Mexiko-Erfahrung gegenüber stünden. Er persönlich genieße „jeden Tag in Mexiko“ und wünschte dies auch dem neuen DAAD-Außenstellenleiter. (dmz/mik/hl)

{fshare}