Argentiniens Präsident verspricht Nismans Töchtern Gerechtigkeit

Der argentinische Staatsanwalt Alberto Nisman wurde am 18. Januar 2015 erschossen in seiner Wohnung aufgefunden (Foto: https://www.jta.org)

Buenos Aires, 18. Januar 2016 – Vor genau einem Jahr wurde der argentinische Staatsanwalt Alberto Nisman mit einer Schusswunde im Kopf in seiner Wohnung gefunden. War es Mord oder Selbstmord? Einen Tag vor dem Jahrestag des immer noch ungeklärten Todes des Staatsanwalts hat Argentiniens Präsident Mauricio Macri der Familie des Ermittlers Gerechtigkeit versprochen.

Der argentinische Staat erkenne die Arbeit Nismans an, sagte Macri am Sonntag bei einem Treffen mit den Töchtern des Toten. Der Präsident gab alle Verschlusssachen zum Fall Nisman frei und enthob Mitarbeiter des Geheimdienstes von ihrer Schweigepflicht, um den Fall aufzuklären.

Als Sonderstaatsanwalt war Nisman mit der Untersuchung des Bombenanschlags auf ein jüdisches Gemeindehaus 1994 in Buenos Aires betraut. Hinter dem Attentat mit 85 Toten werden iranische Drahtzieher vermutet. Nisman warf der Regierung Vertuschung vor und sollte am Tag nach seinem Tod die Vorwürfe im Kongress erläutern. Die Justiz ermittelt, ob er Selbstmord beging oder getötet wurde. Nisman hatte Macris Vorgängerin Christina Kirchner verdächtigt, eine Strafverfolgung zu vereiteln. Zu einem Prozess, wie Nisman ihn gefordert hatte, kam es nicht. (dmz/ hl mit Material von dpa)




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