Außenminister Maas hofft auf friedliche Lösung in Venezuela

Ein Video von Telemundo zeigt eindrucksvoll die Ausmaße der Proteste in Venezuela (Screenshot / Youtube-Telemundo)

Brasilia, 30. April 2019 – Bundesaußenminister Heiko Maas hofft angesichts der jüngsten Entwicklungen im venezolanischen Machtkampf zwischen dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó und Staatschef Nicolás Maduro auf eine friedliche Lösung.

“Wir wollen nicht, dass es eine Entwicklung gibt, in der die Waffen sprechen”, sagte er am Dienstag nach einem Treffen mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. “Jetzt wird es erst einmal darum gehen, verantwortungsvoll zu handeln. Wir wollen das nicht militärisch lösen, sondern politisch. Nur das ist wirklich nachhaltig. Dazu können alle ihren Beitrag liefern.”

Der SPD-Politiker bekräftigte erneut, auf welcher Seite die Bundesregierung in dem seit Januar andauernden Machtkampf in Venezuela steht. “Unsere Unterstützung für Juan Guaidó hat sich in keiner Weise geändert”, sagte er.

In Venezuela hatten Soldaten auf der Seite Guaidós am Dienstag den Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Hausarrest befreit. Der Interimspräsident zeigte sich mit López und den Soldaten. Seine “Operation Freiheit” gehe jetzt in die entscheidende Phase, sagte er.

Der brasilianische Außenminister Ernesto Araujo sagte Guaidó ebenfalls Unterstützung zu. “Wir setzen uns für Demokratie und Freiheit in Venezuela ein und deswegen unterstützen wir den Präsidenten Juan Guaidó”, sagte er laut offizieller Übersetzung. Derzeit überstürzten sich die Informationen. “Es ist möglich, dass einige Vertreter der Streitkräfte Juan Guaidó anerkennen. Dann wird Brasilien dieses Projekt des demokratischen Übergangs unterstützen.” (dpa/dmz/hl)




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