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Berlin sieht Friedensvertrag in Kolumbien in greifbarer Nähe

Berlin / Bogotá, 24. März 2016 – Trotz der Verzögerung im kolumbianischen Friedensprozess glaubt die deutsche Bundesregierung an eine baldige Vertragsunterzeichnung mit der linken Guerillaorganisation Farc. Auch Friedensverhandlungen mit der kleineren ELN-Guerilla scheinen in Gang zu kommen. Insgesamt habe sich die Menschenrechtssituation in Kolumbien verbessert.

 

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24 03 Guerillas Kolumbien

 

Die seit 1964 operierende Farc ist gegenwärtig noch die größte und aktivste Guerillaorganisation Lateinamerikas. (Foto: prensacristiana.org )

Berlin / Bogotá, 24. März 2016 – Trotz der Verzögerung im kolumbianischen Friedensprozess glaubt die deutsche Bundesregierung an eine baldige Vertragsunterzeichnung mit der linken Guerillaorganisation Farc. Auch Friedensverhandlungen mit der kleineren ELN-Guerilla scheinen in Gang zu kommen. Insgesamt habe sich die Menschenrechtssituation in Kolumbien verbessert.

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“Ich bin optimistisch, dass die Schwierigkeiten in einigen Wochen überwunden sind“, sagte der Beauftragte des Außenministeriums zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien, Tom Koenigs, am Donnerstag. Das Land sei auf einem guten Weg. So habe sich die Menschenrechtssituation bereits deutlich verbessert.

Eigentlich hätte der Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc am Mittwoch unterzeichnet werden sollen. Kurz zuvor kamen die Gespräche allerdings ins Stocken. Es hakt an Details, etwa bei der Abgabe der Waffen der noch rund 8000 Rebellen und einem geplanten Referendum über den Friedensvertrag. In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen linken Guerillagruppen, rechten Paramilitärs und dem Militär kamen rund 220 000 Menschen ums Leben.

Nach der Freilassung mehrerer Geiseln rücken auch formelle Friedensverhandlungen mit der  linken ELN-Guerilla in greifbare Nähe. Zuletzt hatten die Rebellen einen entführten Soldaten und einen Unternehmer freigelassen. “Diese politische Entscheidung eröffnet die Möglichkeit, die Phase der formellen Verhandlungen zu eröffnen”, sagte Innenminister Juan Fernando Cristo am Donnerstag dem Radiosender RCN. Präsident Juan Manuel Santos hatte zuletzt die Freilassung aller Geiseln zur Bedingung für offizielle Gespräche gemacht.

Mit der ELN wird seit rund zwei Jahren über inoffizielle Kanäle verhandelt. Die marxistischen Rebellen starteten zuletzt allerdings eine Militäroffensive und greifen immer wieder die Infrastruktur des südamerikanischen Landes an. (dmz/dpa/sw)

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Kolumbien

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Tags: kolumbien, farc, eln, guerilla, santos, dmz, zeitungen, deutsche, mexiko, zeitung, nachrichten

Bildzeile: Die seit 1964 operierende Farc ist gegenwärtig noch die größte und aktivste Guerillaorganisation Lateinamerikas. (Foto: prensacristiana.org )

Berlin sieht Friedensvertrag in Kolumbien in greifbarer Nähe

Berlin / Bogotá, 24. März 2016 – Trotz der Verzögerung im kolumbianischen Friedensprozess glaubt die deutsche Bundesregierung an eine baldige Vertragsunterzeichnung mit der linken Guerillaorganisation Farc. Auch Friedensverhandlungen mit der kleineren ELN-Guerilla scheinen in Gang zu kommen. Insgesamt habe sich die Menschenrechtssituation in Kolumbien verbessert.

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Berlin / Bogotá, 24. März 2016 – Trotz der Verzögerung im kolumbianischen Friedensprozess glaubt die deutsche Bundesregierung an eine baldige Vertragsunterzeichnung mit der linken Guerillaorganisation Farc. Auch Friedensverhandlungen mit der kleineren ELN-Guerilla scheinen in Gang zu kommen. Insgesamt habe sich die Menschenrechtssituation in Kolumbien verbessert.

“Ich bin optimistisch, dass die Schwierigkeiten in einigen Wochen überwunden sind“, sagte der Beauftragte des Außenministeriums zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien, Tom Koenigs, am Donnerstag. Das Land sei auf einem guten Weg. So habe sich die Menschenrechtssituation bereits deutlich verbessert.

Eigentlich hätte der Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc am Mittwoch unterzeichnet werden sollen. Kurz zuvor kamen die Gespräche allerdings ins Stocken. Es hakt an Details, etwa bei der Abgabe der Waffen der noch rund 8000 Rebellen und einem geplanten Referendum über den Friedensvertrag. In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen linken Guerillagruppen, rechten Paramilitärs und dem Militär kamen rund 220 000 Menschen ums Leben.

Nach der Freilassung mehrerer Geiseln rücken auch formelle Friedensverhandlungen mit der linken ELN-Guerilla in greifbare Nähe. Zuletzt hatten die Rebellen einen entführten Soldaten und einen Unternehmer freigelassen. “Diese politische Entscheidung eröffnet die Möglichkeit, die Phase der formellen Verhandlungen zu eröffnen”, sagte Innenminister Juan Fernando Cristo am Donnerstag dem Radiosender RCN. Präsident Juan Manuel Santos hatte zuletzt die Freilassung aller Geiseln zur Bedingung für offizielle Gespräche gemacht.

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Mit der ELN wird seit rund zwei Jahren über inoffizielle Kanäle verhandelt. Die marxistischen Rebellen starteten zuletzt allerdings eine Militäroffensive und greifen immer wieder die Infrastruktur des südamerikanischen Landes an. (dmz/dpa/sw)

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