Erste Kubaner treffen nach zweimonatiger Odyssee in den USA ein

 

Die ersten 180 Kubaner reisten am Donnerstag mit dem Bus nach Mexiko ein. Von Tapachula an der Grenze zu Guatemala ging es am Freitag dann auf direktem Weg in die USA (Foto: almomento.mx)

Laredo, 15. Januar 2016 –  Die ersten der seit zwei Monaten in Mittelamerika gestrandeten kubanischen Flüchtlinge sind in den Vereinigten Staaten angekommen. Sie erreichten in der Nacht auf Freitag die Grenzstadt Laredo im US-Bundesstaat Texas, wie die Organisation „Cubanos en Libertad“ (Kubaner in Freiheit) mitteilte.

Rund 8000 kubanische Migranten sitzen seit November in Costa Rica fest, weil das Nachbarland Nicaragua seine Grenzen geschlossen hatte. Über ein humanitäres Pilotprojekt werden sie nun nach El Salvador ausgeflogen und reisen dann per Bus durch Guatemala und Mexiko in die USA weiter.

Zuletzt versuchten immer mehr Kubaner, von Südamerika auf dem Landweg über Mittelamerika in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Nach dem Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna befürchten sie offenbar, bald nicht mehr so einfach wie bisher eine Aufenthaltserlaubnis in den USA zu erhalten. (dmz/dpa/hl)