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Amerika

Filmreif: Flüchtige Mörder in Argentinien narren die Polizei

Buenos Aires, 3. Dezember 2016 – Fast eine Woche nach ihrem spektakulären Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Argentinien fahndet die Polizei noch immer nach drei verurteilten Mördern. „Wir gehen von Tür zu Tür, suchen nach ihnen ohne Unterlass“, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Fahndung konzentrierte sich am Samstag auf den Süden der Metropolregion Buenos Aires. Auch Kräfte der Bundespolizei wurden hinzugezogen, berichtete die Zeitung „Clarín“.

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Gute Kontakte zu höchsten Kreisen: Die drei aus einem argentinischen Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochenen Mörder  (Aníbal Fernández  / Twitter)

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Buenos Aires, 3. Dezember 2016  Fast eine Woche nach ihrem spektakulären Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Argentinien fahndet die Polizei noch immer nach drei verurteilten Mördern. „Wir gehen von Tür zu Tür, suchen nach ihnen ohne Unterlass“, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Fahndung konzentrierte sich am Samstag auf den Süden der Metropolregion Buenos Aires. Auch Kräfte der Bundespolizei wurden hinzugezogen, berichtete die Zeitung „Clarín“.

Víctor Schillaci und die Brüder Martín und Cristian Lanatta waren am Sonntag vor einer Woche aus dem Gefängnis General Alvear getürmt. Vermutlich halfen ihnen Gefängnismitarbeiter, wie Gouverneurin María Eugenia Vidal sagte. Bei ihrer Flucht eröffneten die Männer das Feuer auf die Polizei und verletzten zwei Beamte schwer. Sie sollen über Sturmgewehre sowie schusssichere Westen verfügen.

„Sie haben viele Kontakte, ihnen werden Gefallen getan“, sagte der Sicherheitschef der Provinz Buenos Aires, Cristian Ritondo, am Samstag im Fernsehsender TN. In den Fall sei auch die Politik verwickelt.

Die Männer verbüßten lebenslange Haftstrafen wegen des Mordes an drei Geschäftsmännern im Jahr 2008. Die Tat stand im Zusammenhang mit Drogen – die Opfer handelten mit Ephedrin, das unter anderem zur Herstellung der Droge Crystal Meth dient.

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Der Fall bekam eine politische Komponente, als einer der Verurteilten den damaligen Kabinettschef von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, Aníbal Fernández, als Drahtzieher der Tat nannte. Martín Lanatta sagte im August in einem Fernsehinterview: „Aníbal Fernández hat den Befehl zu dem Mord gegeben.“ Die Opfer hätten bei Drogengeschäften im Weg gestanden.

Fernández war Kandidat für das Amt des Gouverneurs der Provinz Buenos Aires und wies die Vorwürfe zurück. „Das Ziel ist, dass ich nicht Gouverneur der Provinz Buenos Aires werde“, sagte er. Fernández verlor die Wahl schließlich gegen einen Vertrauten des neuen Präsidenten Mauricio Macri.

„Ich glaube, dass Aníbal Fernández in die Unterwelt verwickelt ist“, sagte Sicherheitschef Ritondo. Der Beschuldigte kritisierte dagegen die Einsatzführung. „Die Polizeioperation von Ritondo ist so genau, dass sie noch nicht einmal die Häuser der Angehörigen der Mörder überwachen. Sie beschuldigen lieber mich“, schrieb er auf Twitter. (dpa/dmz/hl)

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