Kolumbien lässt erste im Friedensprozess begnadigte Rebellen frei

 

Logo der seit 1964 in Kolumbien operierenden  marxistischen Guerrillaorganisation FARC (Foto: Secure Freedom / Twitter)

Bogotá, 21. Januar 2016  Im kolumbianischen Friedensprozess sind die ersten Rebellen der linken Guerillaorganisation FARC aus der Haft entlassen worden. Die zehn Männer und sieben Frauen verließen am Mittwoch die Gefängnisse in der Hauptstadt Bogotá, wie der Radiosender Caracol berichtete.

Als vertrauensbildende Maßnahme hatte die kolumbianische Regierung 30 FARC-Kämpfer begnadigt, die wegen minderschwerer Vergehen einsaßen.

Die FARC und die Regierung wollen nach über dreijährigen Verhandlungen bis März einen Friedensvertrag unterzeichnen. In dem längsten bewaffneten Konflikt in Lateinamerika zwischen staatlichen Sicherheitskräften, rechten Paramilitärs und linken Rebellen kamen über 220 000 Menschen ums Leben, Millionen wurden vertrieben.  (dmz/dpa/sw)