Lateinamerika-Gipfel unterstützt Friedensprozess in Kolumbien

 

Die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten Celac hat 33 Mitglieder (Foto: eulacfoundation.org  / Twitter)

Quito, 28. Januar 2016 – Extreme Armut, Zika, Farc und gefallene Rohstoffpreise – die lateinamerikanischen Regierungschefs haben am Mittwoch beim Celac-Gipfeltreffen in Quito, eine Rehe von Problemen zu besprechen. Beschlossen wurde unter anderem ein gemeinsames Aktionsprogramm gegen die Ausbreitung des Zika-Virus.

Auf dem Gipfeltreffen stand die Agenda 2020 zur Überwindung der extremen Armut in der Region in den kommenden fünf Jahren im Fokus. Rund 165 der 600 Millionen Einwohner Lateinamerikas leben nach Angaben der regionalen UN-Wirtschaftskommission Cepal unter der Armutsgrenze. Die schwache Konjunktur infolge der gefallenen Rohstoffpreise bildete den Rahmen der Debatte. „Die heutige Herausforderung ist, wie wir in schlechten Zeiten gut regieren können“, sagte Uruguays Vizepräsident Raúl Sendic.

Lateinamerika dürfe keine Zeit verlieren, um die Entwicklungsziele umzusetzen, erklärte Ecuadors Staatschef Rafael Correa bei seiner Eröffnungsrede. Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff unterstrich nach einem Treffen mit Correa ihren Willen, die regionalen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken, um die Krise zu überwinden.

Die Celac-Mitglieder  haben bei ihrem Treffen beschlossen, an der Überwachung des Friedensprozesses in Kolumbien teilzunehmen. Der Staatenbund Celac hat einem Einsatz zur Kontrolle der Einstellung der Feindseligkeiten bei einem möglichen Friedensschluss mit der Farc-Guerilla zugestimmt. Die Celac-Staaten sollen im Rahmen einer Resolution der Vereinten Nationen tätig werden, die am Montag vom Sicherheitsrat angenommen wurde.

Die Regierungschefs der Celac vereinbarten zudem die  Einberufung einer Konferenz der regionalen Gesundheitsminister, um gemeinsam  gegen die Verbreitung des grassierenden Zika-Virus aktiv zu werden, erklärte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos.

An dem eintägigen Gipfeltreffen nahmen 22 der 33 Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas teil, darunter auch der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto. Argentiniens Staatschef Mauricio Macri hat wegen einer Rippenverletzung abgesagt. (dmz/dpa/sw/hl)




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