Leopoldo López: Maduros unbequemer Gefangener

París, 23 de diciembre 2015 - En respuesta a los recientes atentados terroristas en París, el Gobierno francés se propone enmendar la Constitución para anclar la regulación del estado de excepción que rige desde entonces y además retirar la ciudadanía francesa a los terroristas condenados que tengan doble nacionalidad.

Leopoldo López – Maduros Intimfeind (Foto: youtube)

Von Néstor Rojas und Denis Düttmann

Caracas, 9. Juli 2017 – Freiheitsheld oder „Monster von Ramo Verde“? Leopoldo López polarisiert. In der Venezuela-Krise wurde er zum Symbol des Widerstandes gegen den Präsidenten Nicolás Maduro. Doch ist er gesund genug, den harten Machtkampf durchzustehen? López werden große politische Ambitionen nachgesagt.

Caracas, 9. Juli 2017 – Freiheitsheld oder „Monster von Ramo Verde“? Leopoldo López polarisiert. In der Venezuela-Krise wurde er zum Symbol des Widerstandes gegen den Präsidenten Nicolás Maduro. Doch ist er gesund genug, den harten Machtkampf durchzustehen? López werden große politische Ambitionen nachgesagt.

Leopoldo López ist der prominenteste Häftling Venezuelas und Intimfeind von Präsident Nicolás Maduro. Der Staatschef nennt ihn das „Monster von Ramo Verde“ – nach dem Militärgefängnis, in dem der Chef der Oppositionspartei Voluntad Popular seit mehr als drei Jahren einsaß.

Wegen Anstachelung zur Gewalt bei den Protesten gegen die Regierung 2014 war er zu fast 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der Opposition gilt er als Symbol des Widerstands gegen den immer autoritärer auftretenden Maduro. Zahlreiche Regierungen und internationale Organisationen sehen López als politischen Gefangenen an.

Bei den jüngsten Protesten gegen die Regierung mit mehr als 90 Toten hatten Regierungsgegner die Freilassung von López gefordert. „Ich bewundere die Hunderttausenden Venezolaner, die auf die Straße gehen, um Demokratie und Freiheit für unser Vaterland zu fordern“, sagte López zuletzt in einer im Gefängnis aufgenommenen Videobotschaft.

Seine Frau Lilian Tintori sorgte dafür, dass ihr inhaftierter Mann nie in Vergessenheit geriet. Sie war ein Sprachrohr der Opposition bei den Protesten, warb weltweit um Solidarität mit López und wurde von Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump empfangen.

Der 46-jährige Anwalt López war von 2000 bis 2008 Bürgermeister der wohlhabenden Gemeinde Chacao im Hauptstadtbezirk. Als er bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Caracas antreten wollte, wurde ihm wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten für neun Jahre die Ausübung öffentlicher Ämter untersagt. Als Mitarbeiter des staatlichen Ölkonzerns PDVSA soll er eine Spende an seine eigene Partei in die Wege geleitet haben.

López begann seine politische Karriere bei der konservativen Partei Primero Justicia und gründete später die eher sozialdemokratische Voluntad Popular. Er vertritt die bürgerliche Mittelschicht, die unter der desolaten Wirtschaftslage leidet.

López werden große politische Ambitionen nachgesagt. In dem südamerikanischen Land heißt es: „Wer Präsident von Venezuela werden will, muss durch das Gefängnis gehen.“ Auch die Staatschefs Carlos Andrés Pérez (1974-79 und 1989-93), Rafael Caldera (1969-74 und 1994-99) sowie Hugo Chávez (1999-2013) saßen hinter Gittern, bevor sie in den Miraflores-Palast einzogen. (dpa/dmz/hl)




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