Mindestens acht Tote bei Kämpfen in Gefängnis in Guatemala

 

Die Bereitschaftspolizei vor der Haftanstalt im Osten von Guatemala  (Foto: Noticias MVS  / Twitter)

Puerto Barrios, 3. Januar 2015  Bei Auseinandersetzungen zwischen Häftlingen in einem Gefängnis in Guatemala sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere 24 Gefangene seien bei den Kämpfen zwischen zwei Gruppen an Silvester verletzt worden, teilte die Gefängnisverwaltung am Freitag mit. Medienberichten zufolge wurden zwei der Opfer geköpft und ihre Leichen in Brand gesteckt.

Am Freitag rückte die Bereitschaftspolizei in die Haftanstalt im Osten des Landes ein. Die Beamten entdeckten Durchbrüche in den Mauern, die auf einen Ausbruchsversuch hindeuteten. „Einige versuchten, die gewalttätigen Ereignisse zu nutzen, um zu fliehen“, sagte Innenministerin Eunice Mendizábal.

Bei einer Durchsuchung des Gefängnisses vor zwei Wochen waren Waffen und Drogen sichergestellt worden. „Dank dieser Razzien hatten die Häftlinge keine Waffen zur Verfügung“, sagte die Ministerin nach einem Rundgang durch die Haftanstalt. Wie es dennoch zu den Enthauptungen gekommen sein soll, blieb unklar.

Das Gefängnis von Puerto Barrios ist stark überbelegt. In der auf maximal 400 Gefangene ausgelegten Anstalt sind derzeit 987 Menschen inhaftiert. Sie werden von lediglich 62 Justizvollzugsbeamten bewacht. (dpa/dmz/hl)