Südamerikas Staatenbund Mercosur ruft Venezuela zu Konfliktlösung auf 

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Bei dem eintägigen Gipfel der Mercosur-Staaten stand die Krise in Venezuela im Fokus der Gespräche (Foto: infobae)

Mendoza, 21. Juli 2017 – Die Präsidenten des südamerikanischen Staatenbundes Mercosur haben Venezuela zur Beendigung seiner schweren politischen Krise aufgerufen. „Wir wiederholen vom Mercosur aus unseren Aufruf zum Frieden, zur Freilassung der politischen Häftlinge und der Aufstellung eines Fahrplans für Wahlen in Venezuela“, sagte Argentiniens Staatschef Mauricio Macri am Freitag bei einem eintägigen Gipfeltreffen im westargentinischen Mendoza.

Mendoza, 21. Juli 2017 – Die Präsidenten des südamerikanischen Staatenbundes Mercosur haben Venezuela zur Beendigung seiner schweren politischen Krise aufgerufen. „Wir wiederholen vom Mercosur aus unseren Aufruf zum Frieden, zur Freilassung der politischen Häftlinge und der Aufstellung eines Fahrplans für Wahlen in Venezuela“, sagte Argentiniens Staatschef Mauricio Macri am Freitag bei einem eintägigen Gipfeltreffen im westargentinischen Mendoza.

Der südamerikanische Staatenbund Mercosur ist mit einer Bevölkerung von mehr als 260 Millionen und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 2,1 Billionen Euro einer der größten Wirtschaftsräume der Welt. Venezuelas Mitgliedschaft darin war vergangenes Jahr suspendiert worden, weil es die Bündnis-Regeln über Freihandel und Menschenrechte verletzt hatte.

Macri sagte, der Mercosur biete die Bildung einer Kontaktgruppe an, um zu einer Lösung des politischen Konflikts beizutragen. Die Mitglieder mit Ausnahme Boliviens forderten in einer gemeinsamen Erklärung Venezuelas Regierung auf, keine Initiative zu ergreifen, die die interne Konfrontation noch steigern könne. Gemeint war damit der Aufruf des Präsidenten Nicolás Maduro zur Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung am 30. Juli. Die Opposition fürchtet, dass sich die Regierung auf diesem Weg an der Macht verewigen will.

Auch die Fortschritte der Verhandlungen zum Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union stehen auf der Tagesordnung des Treffens. „Wir hoffen, das Abkommen bis Jahresende unterzeichnen zu können», sagte Argentiniens Außenminister Jorge Faurie. Die vor allem von Frankreich beanstandete Freigabe der Agrarexporte des Mercosur stellt die letzte größere Hürde der Gespräche mit der EU dar.

An dem Gipfeltreffen nahmen neben Macri als Gastgeber die Präsidenten der Mitgliedsstaaten Brasilien, Michel Temer, Paraguay, Horacio Cartes und Uruguay, Tabaré Vázquez, teil. Auch ihre Kollegen aus den assoziierten Ländern Chile und Bolivien, Michelle Bachelet und Evo Morales, kamen nach Mendoza. (dpa/dmz/hl)

 




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