Venezuelas Präsident wirbt für Initiative zur Hebung des Ölpreises

Mitglieder der OPEC bei einem ihrer regelmäßigen Treffen (Foto: Opec)

Caracas, 20. Januar 2016 – Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro will mit einer internationalen Initiative dem Absturz des Erdölpreises entgegenwirken. Mit einer internationalen Initiative will er die Mitgliedstaaten der OPEC und andere erdölfördernde Länder zusammenbringen, um eine neue Strategie zu entwerfen.

„Es ist die Stunde gekommen, in der wir auf dem Ölmarkt die Zügel in die Hand nehmen und die Basis für Stabilität schaffen müssen“, sagte der Staatschef am Dienstag. Er wolle die Mitgliedstaaten der OPEC und andere erdölfördernde Länder zusammenbringen, um eine neue Strategie zu entwerfen.

Darüber habe er bereits mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani gesprochen, sagte Maduro. Experten gehen davon aus, dass die Rückkehr Irans auf den Weltmarkt nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen durch USA und EU den Ölpreis weiter drücken dürfte.

Die Ölpreise sind wegen des Überangebots auf dem Weltmarkt zuletzt auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren gefallen. Venezuela ist besonders stark von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft abhängig. Aufgrund der fehlenden Devisen ist das Land mit den größten Erdölreserven der Welt in eine schwere Wirtschaftskrise gerutscht. (dmz/dpa/hl)