Argentiniens Staatschefin muss nach Tweet Spott und Kritik einstecken

 

Dieser Tweet auf Twitter hat Argentiniens Präsidentin Häme und Kritik beschert (Foto: Screenshot Twitter)

Buenos Aires/Peking (dpa) – Ein offenbar als Scherz gemeinter Tweet aus China hat Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner Häme und Kritik beschert. Sie hatte während ihres China- Besuches von einer Wirtschaftskonferenz am Mittwoch via Twitter auf Spanisch die Nachricht abgesetzt: „Über 1000 Teilnehmer bei der Veranstaltung. Sind sie alle … nur wegen Leis und Petloleum hier?“.

Dabei hatte sie das „R“ durch ein „L“ ersetzt und auf spanisch von „Aloz“ (Arroz/Reis) und „Petlóleo“ (Petróleo/Petroleum) geschrieben und damit auf eine Spracheigenheit der Chinesen angespielt.

Die Zeitung „La Nacion“ bewertete den Tweet der 61-Jährigen am Donnerstag als „verbale Inkontinenz“ und „jugendliche Pietätlosigkeit“. Es sei ein unverzeihlicher Fehler in der Diplomatie und im Leben, den Gesprächspartner lächerlich zu machen, dessen Gunst man erlangen wolle und von dem man Investitionen, Geschäfte und die Abnahme von Waren erwarte. (dpa/dmz/hl)