Argentinischer Privatjet mit zehn Insassen in Uruguay abgestürzt

 

Das ausgebrannte Wrack des Privatjets an der Unglücksstelle in der Laguna del Sauce (Foto: elobservador.uy)

Montevideo, 20. März 2015 – Tragisches Flugzeugunglück in Uruguay: Auf dem Weg vom Ferienort Punta del Este nach Buenos Aires ist ein Privatjet abgestürzt. Alle Insassen kamen ums Leben. Die Unglücksursache ist völlig unklar: Offenbar stürzte die Maschine bei gutem Wetter aus niedriger Höhe ab und fing Feuer.

Ein argentinisches Privatflugzeug mit zehn Insassen ist in Uruguay abgestürzt. Es gab keine Überlebenden, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag der Zeitung „El Observador“ sagte. Die zweimotorige Beechcraft B-90 King Air war am Donnerstagabend kurz nach dem Abflug vom Ferienort Punta del Este verunglückt.

Der Absturz ereignete sich aus noch ungeklärten Gründen bei gutem Wetter. Das Flugzeug liege in seichtem Wasser am Ufer der Laguna del Sauce, sagte der Feuerwehrsprecher dem Fernsehsender Canal 10. Zeugen berichteten, eine heftige Explosion gehört zu haben. Gonzalo Ciganda, Kommandeur der See- und Luftwache, sagte dem „El Observador“, dass ein Motorschaden eine mögliche Ursache sei. Demnach flog die Maschine „in sehr niedriger Höhe, ungefähr 150 Meter“.

Die verunglückte Maschine hatte im November 2013 bereits bei einer Landung im argentinischen Flughafen San Fernando einen Unfall „mit schweren Schäden“ erlitten, wie die Flugunfall-Behörde JIAAC schreibt.

Unter den Insassen waren Manager eines argentinischen Unternehmens. Nach geschäftlichen Gesprächen in Punta del Este hatten sie den Rückflug nach Buenos Aires angetreten. Das bestätigte die Firma La Rural, die Kongresszentren in Argentinien und Uruguay betreibt. In Punta del Este besitzen viele Argentinier luxuriöse Sommerhäuser. (dmz/ds mit Material von dpa)

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