Barra de Navidad bekommt Lagune wieder

Cihuatlan, 8. August 2014 – Eines der wichtigsten Tourismusziele im Bundesland Jalisco füllt sich langsam wieder mit Leben. Die Bewohner des Badeorts Barra de Navidad sind stolz und glücklich, dass sie endlich ihren Strand wiederhaben. Fast drei Jahre mussten sie sich in Geduld üben. Als 2011 Hurrikan „Jova“ über die Westküste von Jalisco und Barra de Navidad  fegte, ließ er Verwüstung zurück. Viele Häuser wurden zerstört und damit die Hoffnung auf bessere Tage. Das Meer fraß sich seinen Weg bis zu 15 Meter unter die Gebäude am Strand, vornehmlich Restaurants und Hotels. Es war schier unmöglich, sie weiterzuführen.

Um den voranschreitenden Niedergang des Ortes und seiner Wirtschaft, die zu 70 Prozent vom Tourismus abhängig ist, aufzuhalten, gründete sich die Initiative „Todos Unidos por Barra de Navidad“ (alle vereint für Barra de Navidad), die sich zur Aufgabe gemacht hat, das Urlaubsparadies wieder aufzubauen. Nach der Katastrophe hatten viele Menschen den vor dem Hurrikan paradiesischen Badeort an der Pazifikküste auf der Suche nach Arbeit verlassen.

Die derzeitige Auslastung der Hotels liege bei gerade einmal 20 Prozent, räumt  Alfonso Espinosa Estrada, der Delegierte des Tourismusministeriums von Jalisco an der Costa Alegre ein. Das sei weniger als die „magischen“ 35  Prozent, ab denen ein Hotel wirtschaftlich Sinn mache „und doch mehr als der Stand von null Prozent, bei denen der Ort noch vor ein paar Monaten lag“.

166 Millionen Pesos – 30 Mio. kamen der Landesregierung und 136 Mio. aus Bundesmitteln– flossen in das Projekt. Unter der Führung der Universität Guadalajara und der Firma Urelift wurde der 40 Meter lange Strand wiedergewonnen. Auch die Lagune Navidad, die unter Übererdung litt und erst zu 25 Prozent regeneriert wurde, füllt sich langsam wieder mit Flora und Fauna. Insgesamt leben dort über 55 verschiedene Fischarten. Drei künstliche Riffe in 80 Meter Tiefe und andere Schutzmaßnahmen wurden errichtet, damit der Strand erhalten bleibt und zukünftigen Hurrikans trotzen kann. Nun sollen weitere Mittel für die Instandhaltung der Lagune beantragt werden.

Jorge Humberto Cuevas Dávalos, Vorsitzender der Vereinigung der Hoteliers in Cost Alegre, ist zuversichtlich. „Wir möchten in Barra de Navidad und in der gesamten Costa Alegre vor allem nachhaltigen Tourismus mit erneuerbaren Energien fördern.“ (dmz/mk/hl)

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