Berliner Philharmoniker mit Bach, Mendelssohn und Nielsen

 

Alan Gilbert dirigiert die Berliner Philharmoniker (Foto: Chris Lee, newyorkclassicalreview.com)

Mexiko-Stadt, 30. November 2014 –Freunde der klassischen Musik in Mexiko-Stadt sollten sich den 6. Dezember im Kalender vormerken: Am Nikolaustag um 13:00 Uhr überträgt das Goethe-Institut wieder ein Konzert der Berliner Philharmoniker. Unter dem Dirigierstab von Alan Gilbert spielt das weltberühmte Orchester Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn und Carl Nielsen.

 „Ohne eigentlichen Zweck, nur fürs Pläsier“ bereiste Felix Mendelssohn im Anschluss an ein Londoner Gastspiel des Jahres 1829 die schottischen Inseln. Deren wilde, noch weitgehend unberührte Natur, die Mendelssohn auch zeichnerisch in seinem Reisetagebuch festhielt, und die Begegnung mit Zeugnissen schottischer Geschichte regten den jungen Komponisten zu zwei seiner bekanntesten Orchesterwerke an.

Einer vor der Nordwestküste Schottlands gelegenen Inselgruppe setzte Mendelssohn mit der Konzertouvertüre „ Die Hebriden op. 26“ ein musikalisches Denkmal; sein Besuch in Edinburgh gab den Anstoß zur Komposition von Mendelssohns Dritter Symphonie: „In der tiefen Dämmerung gingen wir heut nach dem Palaste, wo Königin Maria gelebt und geliebt hat“, schrieb Mendelssohn am 30. Juli 1829 an seine Eltern- „Der Kapelle daneben fehlt nun das Dach, Gras und Epheu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist da Alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden.“

Dieses Werk Mendelssohns kombiniert Alan Gilbert, Chefdirigent des New York Philharmonic, bei seinem diesjährigen Konzert am Pult der Berliner Philharmoniker mit der 1912 unter der Leitung ihres Komponisten uraufgeführten Symphonie Nr. 3 des Dänen Carl Nielsen. Das von ihm selbst mit dem rätselhaften Titel „Sinfonia espansiva“ bedachte Werk ist ein Musterbeispiel für symphonische Traditionen abseits des deutschsprachigen Kulturraums – und damit immer wieder eine Entdeckung wert, schreibt dazu das Goethe-Institut.

Programm

Johann Sebastian Bach – »Ach Gott, wie manches Herzeleid«, Kantate BWV 58 (Sopran: Christina Landshamer, Bariton: Michael Nagy)

Felix Mendelssohn – Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“

Carl Nielsen – Symphonie Nr. 3 op. 27 „Sinfonia espansiva“ (Sopran: Christina Landshamer, Bariton: Michael Nagy); Dirigent: Alan Gilbert

6. Dezember, 13:00 Uhr, Goethe-Institut Mexiko, Tonalá 43, Col. Roma, Mexiko-Stadt. Eintritt frei. (dmz/hl)