Bildhauer Toledo macht seine Häuser zum Museum

 

Francisco Toledo (rechts) gemeinsam mit dem Präsidenten der staatlichen Kulturbehörde Conaculta, Rafael Tovar y de Teresa (Foto: Conaculta / INBA)

Oaxaca, 21. Januar 2015 – Zwei Häuser und eine Bibliothek mit Bildern, Videos und Tonaufnahmen: Das alles stellt der mexikanische Maler und Bildhauer Francisco Toledo der Öffentlichkeit zur Verfügung. Ganz uneigennützig ist die Schenkung allerdings nicht. Der Künstler erspart sich damit Steuerzahlungen für die Immobilien.

Der Künstler Francisco Toledo hat seinem Heimatland Mexiko ein Museum geschenkt. Das Institut für Grafische Kunst Oaxaca beherberge über 125.000 Objekte, teilte der Nationale Kulturrat (Conaculta) am Dienstag mit.

Zu der Schenkung gehören zwei Häuser und eine Bibliothek mit Bildern, Videos und Tonbandaufnahmen. Das Museum wird künftig vom staatlichen Institut der Schönen Künste betrieben. „Dieser historische Akt stärkt das künstlerische Erbe Mexikos“, sagte die Präsidentin des Instituts, María Cristina García Cepeda.

Toledo gilt als der bedeutendste mexikanische Maler und Bildhauer der Gegenwart. Der 74-Jährige konnte zuletzt allerdings die Steuern für seine Immobilien nicht mehr bezahlen und entschied sich deshalb für die Schenkung. (dmz/dpa/ds)