Bosch legt in Nordamerika kräftig zu – neues Werk in Mexiko

 

Bosch testet das automatisierte Fahren im öffentlichen Straßenverkehr seit Anfang 2013. Die Ingenieure absolvierten seither mehrere tausend Testkilometer auf der A81 im Raum Stuttgart und der US-Interstate 1280 in Kalifornien. (Foto: Robert Bosch GmbH)

Farmington Hills/Stuttgart, 22. Juli 2015 – In den kommenden Jahren will Bosch seine Präsenz in Nordamerika weiter ausbauen. Für das laufende Jahr sind Investitionen von rund 370 Millionen Euro geplant. Im August wird ein Werk für Thermotechnik in Tepotzotlán im Bundesstaat Mexiko eröffnet.

 „Wir planen für das laufende Jahr Investitionen von nahezu 370 Millionen Euro in Nordamerika. Dies unterstreicht den Stellenwert der Region für die Bosch-Gruppe“, erklärte der für Amerika Werner Struth verantwortliche Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH in einer am Mittwoch in Farmington Hills und Stuttgart verbreiteten Unternehmensmitteilung.

 Danach wird das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im August 2015 ein neues Werk für Thermotechnik in Tepotzotlán im Bundesstaat Mexiko (Edomex) offiziell eröffnen. Dort werden seit Juni 2015 Gas-Durchlauferhitzer für den mexikanischen und lateinamerikanischen Markt produziert. 142 Millionen Dollar hat Bosch hier investiert und Arbeitsplätze für 1000 Menschen geschaffen. Zudem sind nach Angaben Struths in Mexiko in den kommenden Jahren Erweiterungen der Bosch-Standorte in Ciudad Juárez, San Luis Potosí und Mexiko-Stadt geplant.

 In Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco nahm Bosch im vergangenen Jahr ein neues Software-Entwicklungszentrum in Betrieb. Dieses bietet Programmierungs- und Applikationsdienstleistungen für die Automobilindustrie und für Bosch-Standorte in Nord- und Südamerika an. „Eine starke lokale Präsenz ist Voraussetzung, um die Chancen in der Region bestmöglich nutzen zu können“, betonte Struth.

 8,6 Prozent mehr Umsatz im ersten halben Jahr

 Das Nordamerika-Geschäft von Bosch entwickele sich weiterhin sehr gut. In der ersten Jahreshälfte 2015 erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in der Region mit nahezu 29 000 Mitarbeitern einen signifikanten Umsatzanstieg, so Strutz weiter. Ausgehend von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage rechne Bosch mit einer Fortsetzung des Wachstums bis Ende des Jahres.

Bereits 2014 habe Bosch seinen Gesamtumsatz in den USA, Kanada und Mexiko um nominal 8,6 Prozent (wechselkursbereinigt 9,3 Prozent) auf 8,5 Milliarden Euro erhöhen können. Struth: „Wir sind auf einem guten Weg, unseren Umsatz in Amerika bis 2020 zu verdoppeln. (dmz/hl)

 




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