Boxen-Diskussion bei Mercedes: Teamchef Wolff versteht Hamilton

 

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat Verständnis für die kritischen Nachfragen von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Foto: L’ÉQUIPE / Twitter)

Mexiko-Stadt, 2. November 2015 – Weltmeister Lewis Hamilton ließ seine Boxen-Crew warten. Erst auf eine klare Order hin gehorchte der Weltmeister und bog zum Reifenwechsel ab. Vorher gab es aber noch eine Diskussion zwischen ihm und seinem Renningenieur. Was war da los?

Nach der anfänglichen Boxenstopp-Weigerung von Lewis Hamilton hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff für die kritischen Nachfragen des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters selbst während des Rennens Verständnis geäußert. „Rennfahrer haben Emotionen und wenn sie nicht jedes Mal gewinnen wollten, wären sie nicht die Talente, die sie sind“, betonte der Mercedes-Motorsportchef am Sonntag nach dem Großen Preis von Mexiko.

Hamilton hatte über den Boxenfunk eine Diskussion geführt, warum er auf Platz zwei liegend hinter Teamkollege und Renngewinner Nico Rosberg zu einem zweiten Boxenstopp reingeholt werden sollte. „Lewis hatte dazu einige Fragen, aber das ist ganz normal“, meinte Wolff. “Aber wir haben am Kommandostand den Überblick und Lewis folgte unserer Anweisung, an die Box zu gehen.“

Allerdings folgte Hamilton nicht direkt. Eine erste Aufforderung hatte er missachtet und seine bereitstehende Crew warten lassen. Erst auf eine unmissverständliche Order hin bog Hamilton in die Box ab. Der dreimalige Weltmeister hatte sich Chancen auf den Sieg ausgerechnet, wäre er draußengeblieben und es nicht zu der Safety-Car-Phase durch einen Abflug von Sebastian Vettel im Ferrari gekommen. So aber gewann Rivale Rosberg, Hamilton wurde Zweiter.

Eigentlich hatte Mercedes das Rennen mit nur einem Reifenwechsel fahren wollen. Weil der Vorsprung der beiden Silberpfeile aber so groß war, entschied sich das Team zu einem zweiten Stopp. Eine Sicherheitsmaßnahme, weil die Reifen abgebaut hatten.

„Es gab kein Risiko, es gab nichts zu verlieren“, meinte Hamilton indes nach dem Rennen in Mexiko-Stadt. Man habe ja die Konstrukteurs-WM auch schon gewonnen, „also lasst es mich doch riskieren“, war seine Devise laut dem britischen Sender BBC. „Aber wir haben gemacht, was wir gemacht haben und immer noch die Plätze eins und zwei geholt.“ (dmz/dpa/hl)




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