des aparecer: Exil und Erinnerung–ein Film gegen das Vergessen

 

Die argentinisch-deutsche Filmemacherin Juliana Fischbein (Foto: www.fil.cucsh.udg.mx)

Stolperstein zum Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten, deportierten, vertriebenen oder in den Suizid getrieben Menschen (Foto: Ruth Rudolph  / pixelio.de)

„des aparecer“: Exil und Erinnerung – ein Film gegen das Vergessen

Mexiko-Stadt, 30. November 2014 – Das Goethe-Institut in Mexikjo-Stadt zeigt am 4. Dezember (19:30 Uhr) den Dokumentarfilm „ des   aparece r – Exil und Erinnerung im Rahmen des Nationalsozialismus und der Diktaturen der `70er Jahre im südlichen Lateinamerika“.   Der Film von Juliana Fischbein behandelt  kollektive und individuelle Erfahrungen in den verschiedenen Regimes und thematisiert die Exilerfahrung von Menschen in einem der beiden historischen Kontexte, in manchen Fällen auch in beiden..

Ein zweiter Schwerpunkt der Arbeit ist neben dem vorübergehenden Verschwinden die endgültige Vernichtung von Menschen in den verschiedenen totalitären Systemen. Es werden verschiedene Arten geschildert, wie die Identität der „Verschwundenen“ rekonstruiert wird, um sie im Gedächtnis ihrer Mitbürger präsent zu halten: Gedenktafeln, Stolpersteine und Orte der Erinnerung wie Mahnmale und Parks.

Neben dieser Art topographischer Spuren werden Aussagen von Exilanten dazu genutzt, die Anteilnahme von Personen zu wecken, die nicht direkt vom Grauen der Diktaturen betroffen waren. Insgesamt geht es darum, ans Licht zu bringen, was die Machthaber einst verschweigen wollten.

Juliana Fischbein wurde 1962 in Argentinien geboren und studierte Film- und Theaterwissenschaften. Neben ihrer jahrelangen Tätigkeit als DaF-Lehrerin forschte sie im Bereich der interkulturellen Kommunikation.  Sie beschäftigte sich eingehend mit dem Thema „Migration“ und leitete verschiedene Seminare und Workshops für Lehrkräfte sowie Lernende in Deutschland und Argentinien zum Thema „Migration und Film“. Zudem veröffentlichte produzierte sie verschiedene Dokumentarfilme, die sich sowohl mit den Militärdiktaturen im südlichen Lateinamerika der 1970er-Jahre als auch mit dem Nationalsozialismus befassen.

Juliana Fischbein wird bei der Filmvorführung und einer anschließenden Diskussionsrunde im Auditorium des Goethe-Instituts Mexiko anwesend sein.

4. Dezember, 19:30, Goethe-Institut Auditorium, Tonalá 43, Col. Roma, Mexiko-Stadt. Eintritt frei. (dmz/GI/hl)