Drogenschmuggel gefährdet Indios

Washington, 3. August 2014 – Drogenhandel, Rohstoffgewinnung und eingeschleppte Krankheiten sind die größten Gefahren für die traditionellen Indio-Stämme in Südamerika. Der ungewollte Kontakt mit der übrigen Bevölkerung könne das Ende für die rund 200 isoliert lebenden Völker in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Peru und Venezuela bedeuten, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission. Zwar seien den Ureinwohnern Schutzgebiete von insgesamt mehr als neun Millionen Hektar eingeräumt worden, allerdings werde die selbst gewählte Isolation nicht immer respektiert.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Menschenrechtsorganisation Survival International von einer Gruppe Indios aus Peru berichtet, die vor illegalen Holzfällern und Drogenschmugglern über die Grenze nach Brasilien geflohen waren. Dort wurden sie wegen Grippe behandelt, später verlor sich ihre Spur. „Das schlechteste Szenario ist, dass sie die Grippe in ihre Dörfer einschleppen“, sagte der Direktor, von Survival International, Stephen Corry. Krankheiten, gegen die die Indios keine Abwehrkräfte besitzen, hatten in der Vergangenheit ganze Völker ausgelöscht. (dpa/dmz/hl)

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