England-Besuch: Mexiko verspricht mehr Engagement für Menschenrechte

 

Royale Begleitung für Präsident Enrique Peña Nieto (Foto: almomento.mx)

London, 4. März 2015 – Die Menschenrechtslage in Mexiko ist eines der großen Themen beim mexikanischen Besuch in London. Außenminister Meade und sein britischer Kollege haben den „Respekt vor den Menschenrechten“ zum Kern ihrer Beziehungen erklärt. Außerdem wollen beide Länder enger in Handel und Klimaschutz zusammenarbeiten.

Mexiko hat bei einem Staatsbesuch von Präsident Enrique Peña Nieto in Großbritannien mehr Engagement für Menschenrechte zugesagt. „Wege zu finden, um die Lebenssituation der Menschen in beiden Ländern zu verbessern und den Respekt vor den Menschenrechten aufzubauen, ist ein zentraler Punkt unserer Beziehungen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch von den Außenministern beider Länder, Philip Hammond und José Antonio Meade Kuribreña, in London unterzeichnet wurde.

Der Staatsbesuch war von Protesten begleitet worden, die auf die problematische Menschenrechtssituation in Mexiko aufmerksam machten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in einer Petition den Stopp von Folter in Mexiko gefordert. Amnesty bezeichnet die Situation in dem Land in seinem aktuellen Bericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte als „außer Kontrolle“ – im vergangenen Jahrzehnt habe sich dort die Zahl der gemeldeten Folter-Vorfälle versechsfacht.

Bei dem Staatsbesuch vereinbarten die Regierungen beider Länder auch eine engere Zusammenarbeit bei Themen wie Handel, Verteidigung oder Klimaschutz. Peña Nieto war am Vorabend zu einem Staatsbankett bei Queen Elizabeth II. eingeladen. (dmz/dpa/ds)