Erdbeben erschüttert den Süden von Mexiko – keine Schäden

 

In Mexiko-Stadt wurden Bürohäuser und öffentliche Einrichtungen rechtzeitig evakuiert (Foto:  StarMedia)

Acapulco, 23. November 2015 –  Es war genau 14:41 Uhr am Montag: Erst vibrierte der Boden. So, als führe ein schwerer Lkw vorbei. Sekunden später wackelte alles: Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat den Süden von Mexiko erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag 48 Kilometer östlich der Ortschaft San Marcos nahe dem Badeort Acapulco im Bundesstaat Guerrero, teilte  der seismologische Dienst mit.

Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes wurden zunächst keine Schäden gemeldet. Der Badeort  Acapulco ist auf Felsen erbaut. Wer auf den Klippen wohnt, spürt ein Beben besonders unangenehm, weil zu den Erdstößen auch die aufeinandertreffenden Felsen zu hören sind. Die Hotelhochäuser an der Strandpromenade schwanken spür- und sichtbar – zum Schrecken der Touristen.  

Das Beben war bis in die 379 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt sowie in Morelos zu spüren. In Mexiko-Stadt alarmierte das örtliche Erbebenwarnsystem die Bevölkerung, Bürohäuser und andere Gebäude wurden evakuiert.  Im Westen der Hauptstadt, im noblen Vorort Santa Fe, wo auch zahlreiche große Unternehmen ihre Sitze haben, brach ein Teil eines Hangs weg. An der Stelle gab es bereits vor knapp vier Wochen einen Erdrutsch. Ein ohne legale Baugenehmigung errichtetes Hochhaus mit Luxuswohnungen musste wegen Gefahr weiterer Erdrutsche vor kurzem evakuiert werden.

Berichte über Schäden oder Verletzte gab es bei dem Beben vom Montag nicht, wie Bürgermeister Miguel Ángel Mancera auf Twitter schrieb. Im September wurde des 30. Jahrestags des verheerenden Erdbebens gedacht, bei dem am 18. September 1985 Tausende Menschen ums Leben gekommen sind. Aus der Katastrophe hat Mexiko-Stadt gelernt. Inzwischen gibt es ein perfekt funktionierendes Katastrophenschutzsystem. (dmz/dpa/hl)