Erstmals in Lateinamerika: Werke von Otto Dix in Mexiko

 

Seine Erlebnisse als Soldat im Ersten Weltkrieg (1914-1918) verarbeitete Otto Dix in zahlreichen Bildern, darunter ist ein Portefeuille mit 50 Radierungen mit dem Titel “Der Krieg” (Foto: Stiftung Schloss Biesdorf)

Gera, 1. Dezember 2015 – Werke des deutschen Malers Otto Dix (1891-1969) kommen zum ersten Mal nach Mexiko: Im Rahmen des Deutschland-Jahres in Mexiko werden einige seiner berühmtesten Werke in Monterrey und Mexiko-Stadt gezeigt. Es ist dss erste Mal, dass Arbeiten von Otto Dix in Lateinamerika zu sehen sein werden.

Die Stadt Gera wird 13 Gemälde und eine großformatige Zeichnung beisteuern Darunter sind die berühmten Gemälde „Selbstbildnis als Raucher“ (1914) und „Der heilige Christophorus“ (1939). Hinzu kommen zehn Dauerleihgaben der Otto Dix Stiftung Vaduz (Liechtenstein), die nach Mexiko gebracht werden, dazu gehören  „Die große Kreuzaufrichtung“ (1962), werden aus Gera nach Mexiko gebracht.

Der Maler und Grafiker Dix wurde am 2. Dezember 1891 im Stadtteil Gera-Untermhaus geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen wie das Große Bundesverdienstkreuz und den Rembrandt-Preis der Goethe-Stiftung.

Seine größte Wirkungsstädte hatte Dix in Dresden, wo er erst an der Akademie für bildende Künste studierte und später dort auch Vorlesungen hielt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war er einer der ersten Kunstprofessoren, die entlassen wurden. Zahlreiche seiner Werke wurden 1937 in der Münchner Propaganda-Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt und als „gemalte Wehrsabotage“ verleumdet.

Dix gilt als exzellenter Zeichner und hinterließ mehr als 6.000 Zeichnungen und Skizzen. Die umfangreichsten Werksammlungen befinden sich im Kunstmuseum Stuttgart und im Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Den weltweit größten Bestand an Arbeiten auf Papier besitzt die Galerie Albstadt.

Otto Dix kehrte auch nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) immer wieder zu Arbeitsaufenthalten nach Dresden zurück. Für gewöhnlich lebte er mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Hemmenhofen am Bodensee, wo er im Juli 1969 starb. (dmz/vs/hl mit Material von dpa)