Feiern zum lateinamerikanischen Erbe: Buena Vista Social Club bringt Schwung ins Weiße Haus

 

Kubas legendäre Band Buena Vista Social Club im Weißen Haus in Washington (Foto: youtube)

Washington, 16. Okotber 2015 – Sie bringen Schwung in jede Bude, jetzt auch ins Weiße Haus: Mit den legendären Altmeistern des Buena Vista Social Clubs sind zum ersten Mal in 50 Jahren eine Musikgruppe aus dem sozialistischen Kuba in Washington aufgetreten. „Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren noch so gut aussehe wie sie“, sagte Präsident Barack Obama am Donnerstag mit Blick auf die Musiker.

Die USA und Kuba unterhalten nach Jahrzehnten der politischen Eiszeit seit wenigen Monaten wieder diplomatische Beziehungen.

Der Buena Vista Social Club, nach einem Kulturverein im Stadtviertel Buena Vista von Kubas Hauptstadt Havanna benannt, ist ein amerikanisch-kubanisches Projekt. Der US-Musiker Ry Cooder hatte es 1996 mit dem Kubaner Juan de Marcos Gonzales gegründet. Der deutsche Regisseur Wim Wenders machte 1999 einen Dokumentarfilm. Mit acht Millionen verkauften Platten gilt Buena Vista Social Club als das erfolgreichste Projekt der Sparte Weltmusik.

„Fast zwei Jahrzehnte lang war diese Gruppe ein Symbol für die starken Bande zwischen den Völkern der USA und Kubas“, sagte Obama bei dem Empfang. Der Auftritt war Teil eines Empfangs, mit dem das Weiße Haus das lateinamerikanische Erbe in den USA beging. Die kubanischen Musiker trugen vier Stücke vor, darunter den Hit „Chan Chan“. Latinos sind die größte Minderheit in den USA, Spanisch wird an vielen Schulen als zweite Sprache gelehrt. (dmz/dpa/hl)