FIFA-Skandal: Honduras‘ Ex-Präsident will sich in den USA stellen

 

Rafael Leonardo Callejas war von 1990 bis 1994 Präsident von Honduras und stand bis August an der Spitze des nationalen Fußballverbands Fenafuth. (Foto: El Heraldo)

Tegucigalpa, 14. Dezember 2015 – Der im FIFA-Korruptionsskandal beschuldigte honduranische Ex-Präsident Rafael Leonardo Callejas will sich den US-Behörden stellen. Der ehemalige Staatschef sei am Montag mit einem Privatflugzeug in die Vereinigten Staaten gereist, sagte der honduranische Außenminister Arturo Corrales dem Radiosender HRN.

Callejas sei freiwillig in die USA geflogen und werde von seinen Anwälten und Angehörigen begleitet. Am Montag oder Dienstag werde er seine Aussage vor einem Gericht in New York machen, sagte sein Anwalt Tito Hernández. Sein Mandant werde versuchen, gegen die Zahlung einer Kaution auf freiem Fuß zu bleiben. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, die es Rafael Callejas erlauben, den Anschuldigungen außerhalb eines Gefängnisses entgegenzutreten“, sagte Hernández der Zeitung „El Heraldo“. Das sei einer der Vorteile, wenn man sich freiwillig stelle.

Callejas war von 1990 bis 1994 Präsident des mittelamerikanischen Landes und stand bis August an der Spitze des honduranischen Fußballverbands Fenafuth. Er gehört zu den 16 vom US-Justizministerium angeklagten Fußball-Funktionären, die bei der Vermarktung internationaler Turniere Schmiergelder kassiert haben sollen. (dmz/dpa/hl)