«Frankfurter Allgemeine Zeitung» zu Unruhen in Mexiko

 

Tag der Wut: René Rosas, almomento.mx

Frankfurt a. Main/Mexiko-Stadt, 21. November 2014 – „Paradoxerweise haben gerade das Ende der mehr als siebzigjährigen Herrschaft des PRI im Jahr 2000 und die nachfolgende Demokratisierung mehr zu der Eskalation der Gewalt beigetragen als alles andere. An die Stelle einer vom Präsidentenpalast bis in die letzten Winkel des Landes reichenden Kollusion von Politik und organisiertem Verbrechen unter der Bedingung prinzipieller Straflosigkeit aller Beteiligten trat der Kampf rivalisierender Parteien und Kartelle um Pfründen, Territorien und Schmuggelrouten für «Material» jeder Art: Rauschgift, Migranten, Öl (…). Mexiko ist nicht «gescheitert». Das Land war nie ein Rechtsstaat, und nichts und niemand deuten derzeit daraufhin, dass Mexiko im Begriff ist, ein solcher zu werden. Iguala war nicht der Anfang und wird auch nicht das Ende sein.“ (dpa/dmz/hl)