Fünf Kolumbianer wurden im Bundesstaat Veracruz gefoltert und ermordet

Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz wurden die Leichen von fünf vermissten Kolumbianern gefunden (La Jornada)

Mexiko-Stadt, 22. November 2015 – Fünf Kolumbianer sind im mexikanischen Bundesstaat Veracruz ermordet worden, vermutlich bei einer Fehde unter kriminellen Banden. Die Opfer hätten mutmaßlich an illegalen Aktivitäten teilgenommen, teilte die Polizei mit.

Vor ihrer Ermordung in der Ortschaft Puente Nacional, 30 Kilometer nordwestlich von der Stadt Veracruz, seien sie gefoltert worden. Als die Körper entdeckt wurden waren sie halb nackt. Man hatte den Männern die Augen verbunden und Handschellen angelegt, bevor man sie folterte. Vieles weist auf die Handschrift von Drogenbanden hin, hieß es von offizieller Stelle.

Die Kolumbianer waren vor knapp zwei Wochen als vermisst gemeldet worden. Ersten Berichten zufolge wurden die Männer in den Morgenstunden aus ihrem Haus entführt. Zuvor kam es wohl  zu einer Auseinandersetzung mit Unbekannten. Die Leichen wurden am Dienstag gefunden, konnten aber erst am Wochenende endgültig identifiziert werden.

Bei einem der Opfer handelt es sich um Javier Aguedelo Gomez, 43, aus Medellin. Er und vier seiner Freunde aus Pereira lebten in Veracruz und arbeiteten dort als Kreditgeber. Die Frau des bislang einzigen identifizierten Opfers, Luz Marina Guzman und die Angehörigen der vermissten Freunde bestritten, dass die Toten Kriminelle gewesen seien. Sie hätten Kleinbauern und Landarbeitern Anleihen über geringe Beträge angeboten. Veracruz, im Osten Mexikos, ist eine der gewalttätigsten Regionen des Landes. (dmz/vs/hl mit Material von dpa)

 




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