17.000 Tonnen Müll

Zum Müllproblem kommen in Acapulco 40.000 streunende Hunde, die den Müll überall verteilen

Acapulco, 08. Januar- Die Zahlen klingen schier unglaublich: 17 000 Tonnen Müll sind während der Weihnachtsferien vom 20. Dezember bis 6. Januar im Badeort Acapulco eingesammelt worden, 4.000 Tonnen mehr als in den vorigen Weihnachtsferien, teilte die Stadtverwaltung mit

In den hauptsächlich von Touristen bewohnten Stadtteilen stieg die Abfallmenge um 40 Prozent gegenüber normalen Tagen. Am 24. und 31. Dezember wurden allein dort jeweils zwischen 35 und 45 Tonnen Müll angehäuft.

Diese enorme Menge Müll bedarf optimaler Entsorgung: „Ohne Abstriche in den anderen Kolonien zu machen, werden wir die Abfallentsorgung an den touristischen Strandbezirken verstärken“, erklärte der Sprecher der für die Stadtreinigung zuständigen Behörde im Rathaus von Acapulco, Alonso GutiÄ©rrez. Bei der Müllentsorgung arbeite die Stadt mit privaten Unternehmen zusammen.

Die Entsorgung ist nicht das einzige Problem im Zusammenhang mit den Abfallmengen. Aus welchem Grund auch immer, in zahlreichen Stadtteilen stellen oder hängen die Bewohner ihre Mülltüten neben oder an die Container – leichte Beute für herrenlose Hunde, die sie aufreiÄŸen und den Müll auf den StraÄŸen verteilen.

40.000 StraÄŸenköter

In Acapulco leben so viele StraÄŸenhunde, dass diese zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr geworden sind. Nach jüngsten Zählungen streunen rund 40.000 Hunde durch Acapulcos StraÄŸen.  Diese stecken zunehmend Haustiere und deren Besitzer mit ihren Krankheiten an. Um die Gefahr zu dämmen, startete die Gesundheitsbehörde der Stadt im Dezember eine Impfkampagne und Entwurmungskur für Haustiere.

Manche Stadtteile, wie Cumbres de Llano Largo, sind nach Angaben der Stadtverwaltung besonders stark von StraÄŸenhunden bevölkert. Allein in dieser Kolonie auf dem Hang oberhalb der “PanorÄ¡mica“ leben an die 400 herrenlose Tiere. Durch Fäkalien der Hunde können Parasiten auf den Menschen übertragen werden. Meist geschieht das durch Haustiere, die damit in Kontakt geraten. Die groÄŸe Entwurmungs- und Impfkampagne soll der Ansteckung von Haustieren vorbeugen und damit deren Besitzer schützen.

Im Dezember waren für die Kampagne Impfstationen auf der StraÄŸe errichtet, zu denen die Bewohner ihre Haustiere bringen konnten. An den Stationen sollten die Hunde und Katzen von Ungeziefer wie Zecken, Flöhe, Parasiten und Krätze geheilt werden. Ebenso wurden die Tiere gegen Tollwut geimpft.  

Ziel der Aktion war die 100prozentige Immunisierung der Haustiere dieses Stadtteils. „Es wurde diese Kolonie ausgewählt, weil sie das Tor zu den dichter bevölkerten Zonen Acapulcos ist. Von dort aus können Krankheitserreger leicht an andere Stellen geraten und die Umwelt belasten. In der Zukunft sollen auch andere Stadtteile mit vielen StraÄŸenhunden in die Kampagne einbezogen werden. (dmz/isb/hl)

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