Chiles Präsidentin beschwört in Mexiko ein geeintes Lateinamerika

 

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto begrüßt seine chilenische Amtskollegin Michelle Bachelet (Foto: Presidencia)

Mexiko-Stadt, 13. August 2015 – Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat bei ihrem Staatsbesuch in Mexiko für ein geeintes Lateinamerika geworben. Die Staaten Lateinamerikas sollten mit einer Stimme sprechen und sich gegenseitig unterstützen, um einen gemeinsamen Raum der Demokratie (…) und des wirtschaftlichen Fortschritts zu schaffen, sagte sie am Donnerstag. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sprach vom Beginn einer neuen Etappe in den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Regierungsvertreter beider Seiten unterzeichneten bei Bachelets Besuch in Mexiko-Stadt eine Reihe von Abkommen. Unter anderem vereinbarten sie gemeinsame Projekte bei der wissenschaftlichen Erforschung der Antarktis und bei der Ausbildung von UN-Blauhelmsoldaten. Zudem wollen Mexiko und Chile künftig in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft und Gesundheit enger kooperieren.

Bei ihrem zweitägigen Staatsbesuch wird Bachelet sich mit Unternehmern treffen, vor dem Kongress sprechen und die chilenische Auslandsgemeinde besuchen. Während der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) wanderten Tausende Chilenen nach Mexiko aus.

Seit 1999 sind Chile und Mexiko über einen Freihandelsvertrag miteinander verbunden. Gemeinsam mit Peru und Kolumbien bilden sie zudem das Wirtschaftsbündnis Pazifik-Allianz. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen zwischen Mexiko und Chile rund 3,5 Milliarden US-Dollar (3,1 Mrd Euro). (dmz/dpa/hl)