Cinema Planeta

In diesem Jahr steht die Ernährung im Mittelpunkt des Internationalen Umwelt- und Filmfestivals von Mexiko, Cinema Planeta – Meisterkonferenz mit der indischen Umweltschutzaktivistin Vandana Shiva – Disney Nature-Produktion „Bears“ feiert Weltpremiere –  Im Programm auch der deutsche Ökothriller „Der letzte Fang“ von Markus Schmidt.

Cuernavaca, 26. März 2014 – In einem fantastischen Ambiente unter freiem Himmel ist pünktlich zu Frühlingsbeginn in den “Jardines de México“ bei Tequesquitengo im Bundesstaat Morelos das 6. Internationale Umwelt- und Filmfestival von Mexiko Cinema Planeta eröffnet worden. Zum Auftakt wurde vor einem begeisterten Publikum die Disney-Nature-Produktion „Wings of Life“ präsentiert, live begleitet vom Orchester Cinema Planeta unter Mexikos Stardirigentin Alondra de la Parra und erzählt von den Schauspielerinnen Regina Orozco, Dolores Heredia, Ximena Ayala und Ludwika Paleta.

Cinema Planeta ist auch auf dem Internationalen Filmfestival von Guadalajara (FICG, 21. Bis 30. März) präsent, vom 8. bis 13. April sind die Filme an 21 verschiedenen Spielstätten und Filmclubs im Bundesstaat Morelos und vom 2. bis 11. Mai in der Cineteca Nacional in Mexiko-Stadt zu sehen. Dank der Zusammenarbeit mit dem Festival Cinemambiente aus Turin feiert die Disney-Nature-Produktion „Bears“ hier im Rahmen der Preisverleihung am 12. April Weltpremiere.

Leitthema des diesjährigen Festivals sind Lebensmittel im weitesten Sinne. Die unterschiedlichen Filme, die zum Wettbewerb antreten, behandeln dabei alle Aspekte der Lebensmittelproduktion, von genmanipulierten Pflanzen bis zu Pestiziden, von Gemüsegärten bis zu Großproduktionen, von gesundheitlichen Problemen bis zum Umgang mit Tieren und von jahrtausendealten Praktiken der Menschheit wie Ackerbau und Fischfang.

Im Rahmen des Festivals gibt die indische Physikerin und Umweltschutzaktivistin Vandana Shiva eine Meisterkonferenz über Praktiken in der ökologischen Landwirtschaft (13. April, 18:00 Uhr, Parque Ecológico Chapultepec, Bajada de Chapultepec 27, Col. Chapultepec, Cuernavaca, Morelos.). Auf dem Programm stehen auch ein dreitägiger Recycle-Workshop mit Bruno Varela und Itzia Fernández (7. bis 9 de April, 10:00 – 14:00 Uhr, Centro Cultural Sie7eocho, Francisco Leyva 78, Col. Centro, Cuernavaca). sowie die Radtour “Bicicinema” am 6. April.

Begleitet wird das Festivalvon mehreren Ausstellungen, darunter eine Schau unter dem Thema „El Planeta en Movimiento. Alimentación“ (Der Planet in Bewegung  Ernährung) mit 80 Bildern der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua (Museo de la Ciudad de Cuernavaca, MUCIC).

Eine weitere sehenswerte Ausstellung ist „Fototrampeo“. Dabei handelt es sich um Aufnahmen, die mittels einer bestimmten Installation von Kamera und Ton Tiere beobachtet, die sonst nur schwer direkt zu beobachten wären. Eine Gruppe von Künstlern hat einige Bilder als Grundlage für eine Reinterpretation genommen und Methaphern von der Beziehung zwischen Mensch und wilden Tieren geschaffen. So sind die Bilder auch eine Interpretation der technologischen Möglichkeiten, die angewandt werden, um andere zu beobachten oder auszuspionieren, elektronische Fallen, die die Frage nach der Beziehung zwischen Beobachter und Beobachtetem wieder aufwirft (27. März bis 22. April, Parque Ecológico Chapultepec, Centro Cultural el Amate, Bajada de Chapultepec 27, Col. Chapultepec, Cuernavaca, Morelos).

Ökothriller „Der letzte Fang“

Im Rahmen der Sektion „Focos“ (2012) ist der deutsche Ökothriller „Der letzte Fang“ von Markus Schmidt (Regie, Drehbuch, Schnitt) zu sehen. Der beleuchtet auf packende Weise das drohende Aussterben des Thunfisches und die ungeahnte Welt, die sich hinter dem Thunfischfang verbirgt. Minutiös legt Schmidt die Mechanismen einer Verwertungskette bloß, die aus Profitgier ihre eigenen Grundlagen zerstört. Der Kollaps der Thunfischbestände steht unmittelbar bevor, dennoch werden die Tiere während der Laichzeit gefangen.

„Jardines de México“ (Gärten von Mexiko) ist nach eigenen Angaben der größte Blumengarten der Welt. Er umfasst insgesamt neun Gärten, darunter einen Japanischen Garten, einen Kakteengarten, einen tropischen Garten und ein „Sinneslabor“. Die „Jardines de México“ liegen bei Jojutla in der Nähe des Tequesquitengo-Sees und sind über die Autobahn Cuernavaca-Acapulco, zehn Kilometer nach der Mautstelle Alpuyeca, zu erreichen (Autopista México–Acapulco Km. 129 Jojutla). (dmz/hl)

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