Mexikanischer Arzt entfernt krebskrankem Kind falsches Auge

 

Der tragische Behandlungsfehler wird für den Arzt wohl ein juristisches Nachspiel haben (Foto: saludsonora.gob.mx)

Ciudad Obregón, 3. Juli 2015 – Tragischer Irrtum: In einem Krankenhaus in Ciudad Obregón sollte einem Jungen das linke Auge wegen eines Tumors entfernt werden. Tatsächlich operierte der Chirurg das gesunde, rechte Auge heraus – offenbar hatte er die medizinischen Protokolle nicht gelesen. Die Eltern des Einjährigen stellten Strafantrag.

Ein Arzt im Nordwesten von Mexiko hat einem Kind aus Versehen das falsche Auge herausoperiert. Der Mediziner hätte wegen eines Tumors das linke Auge des ein Jahr alten Jungen entfernen sollen. Stattdessen operierte er in einem Krankenhaus in der Stadt Ciudad Obregón im Bundesstaat Sonora das rechte Auge heraus. Er sei nicht den medizinischen Protokollen gefolgt, teilte die mexikanische Sozialversicherung am Donnerstagabend mit und sprach von „bedauerlichen Ereignissen“.

Da der Junge an Krebs im fortgeschrittenen Stadium leide, sei sein Gesundheitszustand weiterhin kritisch. Die Eltern des Jungen stellten Strafantrag gegen den Arzt. Der Mediziner wurde vorübergehend vom Dienst suspendiert. (dmz/dpa/ds)




Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*