Mexiko: Lkw rast in Prozession – 27 Tote und 149 Verletzte

 

Entsetzen und Verwüstung am Ort des Unfalls von Mazapil in Zacatecas (Foto: almomento.mx)

Zacatecas, 30. Juli 2015 – Ein mit Tonnen von Sand beladener Lastwagen liegt auf der Seite, umgeben von Trümmern, Toten und Verletzten. Mitglieder einer Pilgergruppe in Nordmexiko wollten ihren Schutzheiligen feiern. Die Prozession endet mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Im Norden Mexikos hat ein Mann die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren und ist in eine Gruppe von Pilgern gerast. Bei dem Unglück in der Ortschaft Mazapil im Bundesstaat Zacatecas kamen bisher 27 Menschen ums Leben, mindestens 149 weitere Gläubige wurden zum Teil schwer verletzt. Das bestätigten die Behörden am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur almomento.mx. Helfer brachten Opfer in Privatautos in nahegelegene Krankenhäuser. Einige der Opfer mussten bis nach Saltillo gebracht werden, um versorgt zu werden, unter ihnen seien mehrere Verletzte in sehr ernstem Zustand, sagte der Direktor für Gesundheitsdienste in Zacatecas, Raúl Estrada Day.

Unter den Schwerverletzten sei auch ein elf Monate altes Baby, berichtete die Zeitung “El Sol de Zacatecas”. Helfer brachten Opfer in Privatautos in nahegelegene Krankenhäuser.

Das Unglück ereignete sich auf der Hauptstraße von Mazapil. Rund 1000 Gläubige waren auf dem Weg zur Kirche, als ein mit 21 Tonnen Sand beladenen Lkw in die Prozession raste und dabei auch mehrere Fahrzeuge mit sich riss, erklärten der Bürgermeister von Mazapil, Vicente Pérez Ezquivel, und der Pfarrer der Gemeinde, Filiberto Campos, der Nachrichtenagentur almomento.

In einem auf YouTube veröffentlichten Video sind die Momente nach dem Unglück zu sehen. Tote liegen am Straßenrand, daneben kauern weinende Verletzte. Manche bluten, viele stehen unter Schock. Dutzende Anwohner und Passanten versuchen zu helfen. Im Hintergrund sind Flammen und mehrere Autowracks sichtbar. Vermutlich versagten die Bremsen des Lastwagens. Möglicherweise sei der Fahrer geflüchtet, er könne aber auch unter den Schwerstverletzten sein, hieß es. Nach ihm werde nun gefahndet. Auch der Besitzer der Baufirma, der der Lkw gehört, sei nicht auffindbar. Geprüft werde zuem, ob der Lkw überhaupt eine Genehmigung für den Transport gehabt habe.

“Ich bedauere den Vorfall und verspreche den Familien der Betroffenen meine Solidarität», sagte der Gouverneur von Zacatecas, Miguel Alonso Reyes. “Die Regierung wird sowohl den Familien der Toten als auch der Verletzten jede notwendige Hilfe zur Verfügung stellen.” (dmz/hl mit Material von dpa)




Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*