Goethe-Institut: Max Beckmann und Mary Wigman

Max Beckmanns Tryptichon „Departure“ (Foto: wikiart.org) 

Das ARTES.DOCS ist mehr als ein Dokumentarfilmfestival: Es bietet Filmemachern, Künstlern und Interessierten die Gelegenheit über Kunst und Gesellschaft zu diskutieren.

Mexiko-Stadt 24.Oktober 2014 – An diesem Sonnabend beginnt das 4. Internationale ARTES.DOCS-Festival. Es ist das einzige Filmfestival in Lateinamerika, das auf Kunst-Dokumentarfilme spezialisiert ist. Bis zum 7. November werden neben Dokumentationen unter anderem aus Mexiko, Polen, Argentinien, Venezuela und Belgien auch Filme aus Deutschland gezeigt. Das Goethe-Institut Mexiko präsentiert die zwei deutschen Produktionen „Max Beckmann – Departure“ und „Mary Wigman – Mein Leben ist Tanz“.

Michael Trabitzsch porträtiert in „Max Beckmann – Departure“ (2013) einen der größten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Beckmann beeinflusste maßgeblich die räumliche Malerei der modernen Kunst. Der Titel des Films ist dem ersten von zahlreichen Triptychen Beckmanns entnommen: „Abfahrt“ aus dem Jahr 1932, das der Maler später unter dem Namen „Departure“ fertigstellte.

Beckmanns Leben ist gekennzeichnet durch Aufbrüche. 1884 in Leipzig geboren, reiste er als junger Mann durch Europa und eröffnete schließlich sein Atelier in Berlin. Als „entarteter“ Künstler von den Nazis diffamiert, geht Beckmann 1937 nach Amsterdam und anschließend in die USA. Trabitzsch erzählt Beckmanns Geschichte anhand dessen zahlreichen Selbstportraits, Briefe und Tagebucheinträgen sowie privater Filmaufnahmen. Zudem interviewte Trabitzsch verschiedene Kuratoren, die das komplexe Werk des Künstlers interpretieren.

Die zweite Dokumentation handelt von einer nicht weniger einflussreichen Künstlerin: Mary Wigman (1886-1973) gilt bis heute als Pionierin des deutschen Ausdruckstanzes. Der als „New German Dance“ international bekannt, revolutionierte die Tanzszene in den 1930ern. Wigmans rhythmisch-expressiver Ausdruck stellte in dieser Zeit eine innovative Form des Tanzstils dar. Der Regisseur Ulrich Tegeder zeigt in „Mary Wigman – Mein Leben ist Tanz“ (1986) Szenen mit Wigman und ihren Schülern Hans Kreutzberg, Dore Hoyer und Susanne Linke und nähert sich so dem Werk der Künstlerin.

Termine:

Max Beckmann – Departure/ Regie: Michael Trabitzsch, 93 Min., 2013/ Samstag, 25.10.14, 21 Uhr, Cineteca Nacional de México, Sala Matilde Landeta, Sala 5

Mary Wigman – Mein Leben ist Tanz/ Regie: Ulrich Tegeder, 29 Min., 1986/ Donnerstag, 30.10.14, 16 Uhr, Cineteca Nacional de México ,Sala Matilde Landeta, Sala 5. Das vollständige Programm von ARTES.DOCS finden Sie hier. (dmz/sis/hl; Foto: www.wikiart.org)