Großbank Santander erzielt wieder Milliardengewinne

 

Die spanische Großbank Santander geht aus der Krise gestärkt hervor (Foto: Mike Mozart / Flickr)

Madrid, 10. Februar 2015 – Erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise vermeldet Santander wieder ein dickes Plus: Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent zu. Knapp die Hälfte davon erwirtschaftete die spanische Großbank in Lateinamerika und den USA – vor allem mit dem Kreditgeschäft.

Die spanische Großbank Santander hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr erstmals seit dem Beginn der Wirtschaftskrise wieder auf breiter Front gesteigert. Das Institut habe 2014 die Erträge auf seinen zehn wichtigsten Märkten erhöhen können, teilte Santander am Dienstag in Madrid mit. Insgesamt habe der Nettogewinn der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zugelegt.

Davon seien 52 Prozent in Europa und 48 Prozent in Lateinamerika sowie den USA erwirtschaftet worden. Die Niederlassung in Deutschland habe fünf Prozent der Gewinne beigesteuert.

Die nach eigenen Angaben größte Bank der Eurozone führte das bessere Ergebnis vor allem darauf zurück, dass sie mehr Kredite vergeben und zugleich die Kosten sowie die Kreditausfälle gesenkt habe. Santander war aufgrund seines starken Auslandsgeschäfts weniger von der Finanzkrise in Spanien betroffen als andere spanische Banken.

Die neue Santander-Präsidentin Ana Botín, die im vorigen Jahr nach dem Tod ihres Vaters Emilio Botín die Führung übernommen hatte, stärkte im Januar mit einer Kapitalerhöhung von 7,5 Milliarden Euro die finanzielle Grundlage der Bank. Damit kommt Santander nach eigenen Angaben nun auf eine Kernkapitalquote von 9,7 Prozent. (dmz/dpa/ds)