Guerilla und Paramilitärs: Über 220 000 Tote im Kolumbien-Konflikt

 

Die größte und älteste Guerillagruppe in Lateinamerika sind die marxistischen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) (Foto: almomento.mx)

Bogotá, 30. September 2015 – Seit den 1960er Jahren wird Kolumbien von Krieg und Konflikten geprägt. Es begann mit dem Kampf linker Rebellen gegen die Staatsmacht. Die größte und älteste Guerillagruppe Lateinamerikas sind die marxistischen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc).

Laut Experten ist die Guerilla noch in 25 der 32 Departements des Landes aktiv und verfügt über rund 8000 Kämpfer. Während die Farc bereits eine einseitige Waffenruhe erklärt haben, ist die kleinere Rebellentruppe ELN noch aktiv und verübt vor allem Anschläge auf die Erdölindustrie.

Bis Mitte der 2000er Jahre waren auch rechte Paramilitärs in den Konflikt verwickelt, um die Guerilla zu bekämpfen. Nach ihrer Demobilisierung schlossen sich viele Kämpfer kriminellen Banden an.

Über 220 000 Menschen wurden bislang in dem Konflikt getötet. Zudem wurden Millionen vertrieben. Die Regierungsstelle für Kriegsopfer zählt über 7,6 Millionen direkte und indirekte Konfliktopfer. Nach Afghanistan ist Kolumbien das Land mit den meisten Landminen-Opfern. (dmz/dpa/hl)