Gute Aussichten: Junge Fotografie im Goethe-Institut

 

Die Ausstellung war bereits in Washingtoin und Nicosia zu sehen. Die Gründerin von “gute aussichten”Josefine Raab (li.) mit Sylvia Blume vom Goethe-Institut Washington vor Bildern von Andrea Grützner (Foto: gute aussichten)

Mexiko-Stadt, 30. Juni 2019 – Wie ist es um unsere Gesellschaft eigentlich bestellt? Angesichts der immensen Bilderflut, gehen uns Bilder, die wir täglich sehen, etwas an? Berühren sie uns? „Die Ausstellung „gute aussichten“ im Goethe-Institut präsentiert eine einzigartige Übersicht über Stil und Inhalt der Werke angehender deutscher Fotografen – eine Herausforderung für den Betrachter

Den acht Preisträgern von laut Der Spiegel „Deutschlands renommiertestem Wettbewerb für junge Fotografen“, geht es nicht einfach nur ums Ablichten. Im 11. Jahr von „gute aussichten“ beschäftigt sich die junge Generation von Fotografen mit den existenziellen Fragen unseres Lebens, es geht um die Alltäglichkeit des Sterbens und dem, was bleibt oder mit den Toten spurlos verschwindet. Sie zeigt die Verwurzelung der Menschen in ihrer Tradition bzw. Herkunft.

Viele Bilder sind schön, aber auch verstörend: ein aufgeschlitztes Hemd, darunter ein Brustkorb und der Bauch eines Toten, die Haut gezeichnet von der Struktur des Stoffes. Daneben das Bild einer minzgrün gefliesten Badezimmerwand, über dem Duschkopf noch die obligatorische Badehaube aus durchsichtigem Plastik. Ein großer, traditionell gekleideter Mann aus Ghana, der nagelneue Fußballschuhe in knallblau und neongrün an den Schnürsenkeln hält. In Schwarz-Weiß abgelichtete Häuserfassaden, Ein- und Ausgänge, Wege, Straßen, Zäune, Garagen, Parkplätze, alles in graues Herbstlicht getaucht, auf über 160 kleinformatigen Bildern.

Die acht Preisträger der „gute aussichten“-Generation 2014/2015 sind: Karolin Back, Katharina Fricke, Andrea Grützner, Marvin Hüttermann, Stefanie Schroeder, Jannis Schulze, Kolja Warnecke und Eduard Zent. Ihre Bilder waren bereits in Washington und Nicosia zu sehen.

Die Ausstellung „gute aussichten“  im Goethe-Institut Mexiko ist dank der großzügigen Unterstützung der Kulturstiftung der deutschen Industrie möglich geworden und ist bis 13. August zu sehen. Goethe-Institut Mexiko, Tonalá 43, Col. Roma, Mexiko-Stadt. Eintritt Eintritt frei. (dmz/hl)