Hurrikan „Patricia“ trifft auch den Süden der USA

 

In Mexiko zertörte „Patricia“ rund 3500 Häuser und mehrere tausend Hektar Anbauflächen (Foto: Facebook)

Austin, Texas, 26. Oktober 2015 – Nach dem Rekord-Hurrikan „Patricia“ haben einige südliche Bundesstaaten der USA mit sintflutartigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen zu kämpfen. Schwierig war die Lage vor allem in Teilen von Texas und Louisiana, wie örtliche Wetterdienste am Montagmorgen mitteilten.

Nach Informationen des Senders NBC News war die Gegend um die Stadt Fort Worth besonders betroffen. Mehrere Schnellstraßen mussten zeitweise gesperrt werden. In Dallas entgleiste ein Güterzug auf überfluteten Schienen, Verletzte gab es keine. Für Louisiana, Mississippi und Alabama sagten Meteorologen weitere starke Regenfälle voraus, auch örtliche Tornados seien möglich. In Baton Rouge (Louisiana) standen Teile der Innenstadt unter Wasser.

Der Tropensturm „Patricia“ war auf dem Meer der bisher schwerste von den US-Wetterexperten registrierte Hurrikan. Der Sturm der Kategorie 5 erreichte dort Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde. Als der Sturm am Samstag das Festland in Mexiko erreichte, hatte er sich aber bereits deutlich abgeschwächt. Die befürchtete Katastrophe blieb aus, allerdings beschädigte „Patricia“ mindestens 3500 Häuser und verwüstete mehrere tausend Hektar Anbauflächen.

Bis zu 10 000 Menschen seien von dem Hurrikan betroffen gewesen,sagte der Minister für soziale Entwicklung, José Antonio Meade, am Montag im Fernsehen. Sein Ressort verfüge über ein Budget von 250 Millionen Pesos (13,7 Mio Euro) zur Unterstützung der Opfer. Mehrere Ortschaften beantragten außerdem finanzielle Mittel aus dem Hilfsfonds für Naturkatastrophen, um die Schäden zu beheben.

Medienberichten zufolge wurden im Bundesstaat Jalisco zwei Argentinierinnen von einem Baum erschlagen. Die Frauen campierten unter freiem Himmel und kamen der Aufforderung nicht nach, sich in einer Schutzhütte in Sicherheit zu bringen, wie der Radiosender Fórmula am Montag berichtete. (dmz/dpa/hl)