Illegale Einwanderung in die USA

Mexiko-Stadt, 15. Juni 2014 – Zehntausende Menschen aus Mittelamerika und Mexiko reisen jedes Jahr illegal in die Vereinigten Staaten ein. Nach Schätzungen des Heimatschutzministeriums lebten 2012 rund 11,4 Millionen Einwanderer illegal in den USA. Mehr als 70 Prozent stammten demnach aus Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras. Im vergangenen Jahr wurden rund 369 000 Migranten in ihre Heimatländer abgeschoben, wie die Einwanderungsbehörde mitteilte. Rund 200 000 weitere dürften ohne rechtliches Verfahren zurückgeschickt worden sein.

Die lange geforderte Einwanderungsreform in den USA hängt derzeit im Abgeordnetenhaus fest. Vor allem im rechten Flügel der republikanischen Partei stößt das Projekt auf Widerstand. Die Reform könnte rund elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung den Weg in die Staatsbürgerschaft ebnen.

Für ihre Heimatländer sind die Migranten ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Nach Guatemala überwiesen die Exilanten im vergangenen Jahr 5,1 Milliarden US-Dollar (3,7 Mrd Euro), ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts. In El Salvador sorgen die Auslandsüberweisungen für fast 16 Prozent der Wirtschaftskraft, in Honduras für rund 20 Prozent. (dpa/dmz/hl; FGoto: www.almomento.mx)

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